Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag nach ihrer Ratssitzung in Frankfurt ihren Leitzins bei 2,0 Prozent belassen. Die Zinspause wurde erneut verlängert.
Die Zinssätze bleiben unverändert: Der Zinssatz für die Einlagefazilität liegt bei 2,00 Prozent, für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte bei 2,15 Prozent und für die Spitzenrefinanzierungsfazilität bei 2,40 Prozent.
Der EZB-Rat will dafür sorgen, dass sich die Inflation mittelfristig beim Zielwert von zwei Prozent stabilisiert. Der Krieg im Nahen Osten führe jedoch zu unsichereren Aussichten und bringe Aufwärtsrisiken für die Inflation sowie Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum mit sich. Höhere Energiepreise werden sich kurzfristig erheblich auf die Inflation auswirken.
Die EZB sieht sich gut gerüstet, um diese Unsicherheit zu bewältigen. Die Inflation liege nahe dem Zielwert von zwei Prozent, die längerfristigen Inflationserwartungen seien fest verankert, und die Wirtschaft habe sich als widerstandsfähig erwiesen.
Die neuen Projektionen erwarten eine Gesamtinflation von durchschnittlich 2,6 Prozent für 2026, 2,0 Prozent für 2027 und 2,1 Prozent für 2028. Diese Werte wurden gegenüber den Dezember-Projektionen nach oben revidiert, da die Energiepreise aufgrund des Nahost-Krieges höher sein werden.
Beim Wirtschaftswachstum rechnen die Experten mit 0,9 Prozent für 2026, 1,3 Prozent für 2027 und 1,4 Prozent für 2028. Für 2026 bedeutet dies eine Abwärtsrevision aufgrund der globalen Auswirkungen des Krieges auf Rohstoffmärkte, Realeinkommen und Vertrauen.