Duisburg: Polizei zieht bei Drogenkontrolle sechs berauschte Fahrer aus dem Verkehr

Symbolbild

Bei einer großangelegten Schwerpunktkontrolle gegen berauschte Fahrzeugführer hat die Polizei Duisburg am Donnerstag sechs Personen eine Blutprobe entnommen. Die sechsstündige Kontrollaktion auf einem Parkplatz an Vulkanstraße, Heerstraße, Marientor und Steinsche Gasse führte zu insgesamt 79 kontrollierten Fahrzeugen und 90 überprüften Personen.

An der Kontrolle von 10 bis 16 Uhr beteiligten sich neben der Duisburger Polizei mehrere Kooperationspartner: Das Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW (LAFP NRW) nutzte die Aktion für eine Fortbildung zum Thema „Drogen im Straßenverkehr“. Mitarbeiter des Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste Nordrhein-Westfalen (LZPD NRW), die für Entwicklung und Erprobung von Urin- und Speicheltests zum Drogennachweise zuständig sind, unterstützten die Kontrollen. Vertreter des Instituts für Rechtsmedizin der Universitätsmedizin Essen, die Blutproben auswerten und Gutachten erstellen, waren ebenfalls vor Ort. Eine Blutprobenärztin sorgte für sofortige Blutentnahmen, ein Diensthundführer mit Rauschgiftspürhund stand für mögliche Fahrzeugdurchsuchungen bereit.

Die Bilanz der Kontrolle umfasste neben den sechs Blutprobenentnahmen zwei Strafanzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Eine Sicherheitsleistung wurde bei einer Person ohne festen Wohnsitz in Deutschland erhoben, die unter Drogeneinfluss ohne Haftpflichtversicherung fuhr. In einem Fall stellten die Beamten ein Kennzeichen sicher. Zwei Ordnungswidrigkeitenanzeigen erfolgten wegen erloschener Betriebserlaubnis, drei Kontrollberichte wegen Fahrzeugmängeln wurden ausgestellt. Zwei weitere Ordnungswidrigkeitenanzeigen gab es wegen missachteter Ladungssicherung, ein Verwarngeld wurde wegen Handynutzung am Steuer erhoben.

Der städtische Außendienst der Stadt Duisburg fertigte sieben Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen fehlender Umweltplaketten und erhob siebzehn Verwarngelder wegen defekter Fahrzeugbeleuchtung.

Besonders auffällig waren drei Einzelfälle: Bei einem Opel-Fahrer führte ein positiver Drogenvortest zur Blutentnahme. Die Staatsanwaltschaft Duisburg erwirkte einen mündlichen Durchsuchungsbeschluss für das Fahrzeug, nachdem Polizisten einen Löffel mit weißen Anhaftungen entdeckten. Ein Rauschgiftspürhund erschnüffelte weitere Drogenutensilien im Wagen, dem Fahrer wurde die Weiterfahrt untersagt. Ein Audi-Fahrer aus dem Ausland erhielt ebenfalls eine Blutentnahme nach positivem Kokain-Test. Da sein Fahrzeug nicht mehr versichert und zugelassen war, stellten die Beamten das Kennzeichen sicher und nahmen eine Sicherheitsleistung.

In der Nähe des Kontrollplatzes stoppten die Einsatzkräfte einen E-Scooter mit zwei Personen. Bei dem Ehepaar (44 und 50 Jahre) fielen beide Drogenvortests positiv aus, beide erhielten Blutproben. Bei der Durchsuchung fanden die Polizisten Amphetamin und beim 50-Jährigen ein Einhandmesser – alles wurde sichergestellt.

„Der Konsum von Drogen durch Verkehrsteilnehmende hat unmittelbare Auswirkungen auf deren Fähigkeit, ein Kraftfahrzeug sicher zu führen. Die Unfallfolgen sind in diesem Zusammenhang regelmäßig schwerwiegend“, betont Alexander Paffrath, Leiter der Direktion Verkehr. Die Polizei Duisburg führe regelmäßig solche Schwerpunkteinsätze durch, da jeder vermiedene Unfall ein kleiner Teilerfolg sei.