Nach einer brutalen Gewalttat in der Silvesternacht haben Polizei und Staatsanwaltschaft Hamburg vier junge Afghanen im Alter zwischen 16 und 20 Jahren festgenommen. Die Tatverdächtigen stehen unter Verdacht des versuchten Totschlags, nachdem sie am 1. Januar gegen 3:33 Uhr am U-Bahnhof Lübecker Straße in Hamburg-Hohenfelde zwei Männer im Alter von 25 und 33 Jahren schwer verletzt hatten.
Der Vorfall begann in der U-Bahnlinie 1, wo es aus bislang ungeklärter Ursache zu einem verbalen Streit zwischen den späteren Opfern und der vierköpfigen Tätergruppe kam. Die Auseinandersetzung verlagerte sich auf den U-Bahnhof, wo die Angreifer mit Schlägen und Tritten gezielt auf die Köpfe der am Boden liegenden Männer einwirkten. Der 33-jährige Mann verlor dabei das Bewusstsein. Erst das Eingreifen von Zeugen beendete die Attacke, woraufhin die Täter unerkannt flüchteten.
Die Verletzungen waren schwerwiegend: Rettungskräfte brachten den 33-Jährigen in ein Krankenhaus, wo Ärzte mehrere Gesichtsfrakturen diagnostizierten. Sein 25-jähriger Begleiter erlitt leichte Verletzungen. Das Landeskriminalamt der Region Nord (LKA 144) übernahm die umfangreichen Ermittlungen und wertete unter anderem Videoüberwachungsaufnahmen aus, die zur Identifizierung der Tatverdächtigen führten.
Die Staatsanwaltschaft Hamburg erwirkte daraufhin Haftbefehle gegen die vier Männer sowie Durchsuchungsbeschlüsse für deren Wohnungen in den Stadtteilen Eilbek, Bahrenfeld, Jenfeld und Farmsen-Berne. Bei den am Morgen durchgeführten Razzien wurden alle Tatverdächtigen verhaftet beziehungsweise vorläufig festgenommen und ins Untersuchungsgefängnis gebracht. Die Einsatzkräfte stellten bei den Durchsuchungen Beweismittel sicher. Die gemeinsamen Ermittlungen von LKA 144 und Staatsanwaltschaft sind noch nicht abgeschlossen.