Nach mehr als vier Jahrzehnten im Polizeidienst des Landes Baden-Württemberg wird der Leiter des Polizeireviers Stockach, Erster Polizeihauptkommissar Wolfgang Widmann, zum 1. Juni 2026 in den Ruhestand verabschiedet. Der 60-jährige Beamte blickt auf 43 Jahre Polizeiarbeit zurück.
Widmanns Polizeilaufbahn begann am 1. März 1983 mit der Ausbildung im mittleren Polizeivollzugsdienst in Biberach. Nach dem Abschluss seines Fachlehrgangs 1985 führten ihn verschiedene Stationen durch Baden-Württemberg, darunter die Einsatzhundertschaft in Lahr und das Polizeirevier Sindelfingen.
Durch kontinuierliche Fortbildung und hervorragende Leistungen gelang Widmann der Aufstieg in den gehobenen Dienst. Nach erfolgreichem Studium an der Fachhochschule in Villingen-Schwenningen wurde er im Jahr 2000 zum Polizeikommissar befördert.
Von 2001 bis 2010 leitete der erfahrene Polizist eine Dienstgruppe beim Polizeirevier Spaichingen. Anschließend wechselte er zum Führungs- und Einsatzstab der damaligen Polizeidirektion Tuttlingen. Parallel engagierte sich Widmann als gewähltes Mitglied im Örtlichen Personalrat und setzte sich für die Belange der Mitarbeiter des Polizeipräsidiums Konstanz ein.
Mit der Polizeireform 2014 übernahm er für sechs Jahre eine Position beim Führungs- und Einsatzstab des Polizeipräsidiums Tuttlingen, wo er als Stabsbereichsleiter „Zentrale Dienste“ für Querschnittsaufgaben verantwortlich war. Zu Jahresbeginn 2020 wechselte er ins neu geschaffene Polizeipräsidium Konstanz und fungierte als Referent im Sachbereich Sicherheitsaufgaben.
Im März 2020 übernahm Widmann schließlich die Leitung des Polizeireviers Stockach – eine Position, die er selbst als „die Kirsche auf der Sahnetorte und Königsdisziplin im gehobenen Dienst“ bezeichnet.
Über seine Zeit in Stockach zeigt sich der scheidende Revierleiter begeistert: „Mein Vorgänger Gerhard Buchstab hinterließ mir ein gut bestelltes Haus, in dem eine für mich auffallend große Harmonie zwischen den Dienstzweigen bestand. Ich fühlte mich sofort wohl!“ Die Zusammenarbeit in der „Blaulichtfamilie“ sowie mit der Stadt und den Kommunalverwaltungen beschreibt er als „1A mit Sternchen“.
Besonders schätzt Widmann die Menschen in der Region: „Ich mag den Menschenschlag hier. fleißig, ’schaffig‘ (fast schwäbisch) und man nimmt sich nicht so wichtig. Die Polizei stößt hier auf ein hohes Maß an Akzeptanz für ihre Aufgabe. Das alles hat dafür gesorgt, dass ich über viele Jahre hinweg jeden Tag gerne nach Stockach gekommen bin.“
Das Polizeipräsidium Konstanz würdigt Widmann als engagierten und verantwortungsvollen Polizeibeamten und wünscht ihm für den Ruhestand alles Gute.