Bei einer Auseinandersetzung in einer Reutlinger Gaststätte hat eine 35-jährige Frau einer Polizeibeamtin mit der Faust ins Gesicht geschlagen und sie dabei leicht verletzt. Das Polizeirevier Reutlingen ermittelt nun gegen die Frau und ihren gleichaltrigen Ehemann wegen mehrerer Körperverletzungsdelikte.
Der Vorfall ereignete sich gegen 2 Uhr nachts in einer Gaststätte in der Gartenstraße. Zunächst kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen der 35-Jährigen und einer anderen Barbesucherin. Zwei Männer mischten sich in den Streit ein, was schließlich in einer Rangelei zwischen dem 35-jährigen Ehemann der Frau und seinem 39-jährigen Kontrahent im Außenbereich gipfelte.
Als die ersteintreffenden Polizeibeamten alle Beteiligten trennen wollten, geriet die 35-Jährige derart in Rage, dass sie unvermittelt auf die eingesetzte Beamtin einschlug. Das erheblich alkoholisierte Ehepaar wurde zum Polizeirevier verbracht. Aufgrund der Alkoholisierung von weit über einem Promille wurde bei der Frau auf Anordnung der Staatsanwaltschaft eine Blutprobe entnommen. Während gegen den Mann wegen Körperverletzung ermittelt wird, muss sich seine Ehefrau wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte verantworten.
In Tübingen ereignete sich am Freitagmittag ein schwerer Verkehrsunfall im Kreuzungsbereich Ebertstraße/Paulinenstraße. Ein 49-jähriger Taxifahrer übersah mit seinem Mercedes Vito gegen 12.45 Uhr einen E-Scooter mit zwei Jugendlichen und missachtete deren Vorfahrt. Der 14-jährige Fahrer prallte gegen die rechte Fahrzeugseite des Taxis und durchschlug mit seinem Kopf die Scheibe der Beifahrertür.
Beide Jugendliche stürzten auf die Fahrbahn und waren zunächst nicht ansprechbar. Der 14-Jährige erlitt schwere Gesichtsverletzungen und musste stationär aufgenommen werden, während sein 13-jähriger Mitfahrer nach ambulanter Behandlung die Klinik verlassen konnte. Auch der Taxifahrer erlitt leichte Verletzungen. Der Schaden am Mercedes beläuft sich auf etwa 20.000 Euro, am E-Scooter auf 500 Euro. Der E-Scooter wurde beschlagnahmt, da er nicht für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen war, keine Haftpflichtversicherung hatte und der 14-Jährige keine erforderliche Fahrerlaubnis besaß.
In Lichtenstein-Holzelfingen entdeckten Bewohner am Freitagabend gegen 18.20 Uhr beim Ausräumen eines Wohngebäudes in der Bussenhartstraße eine historische Artilleriegranate auf dem Dachboden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst stellte fest, dass die Granate aus dem Ersten Weltkrieg stammte, bereits abgeschossen worden war und keine Treibladung mehr enthielt. Sie wurde als ungefährlich eingeschätzt und ordnungsgemäß entsorgt.
In Leinfelden-Echterdingen rollte am Freitagabend gegen 20.30 Uhr ein ungesicherter Opel Corsa einer 24-Jährigen weg. Die Fahrerin hatte weder einen Gang eingelegt noch die Handbremse angezogen. Der Wagen rollte etwa 20 Meter weit, prallte gegen eine Verkehrsinsel, wurde auf den Gehweg abgewiesen und kam schließlich an einer Mauer zum Stillstand. Der Schaden am Fahrzeug beträgt etwa 4.000 Euro.
Bei einem Gebäudebrand in Burladingen am Samstagmorgen gegen 7.10 Uhr griff das Feuer von einer brennenden Garage auf ein angrenzendes Einfamilienhaus über. Die Feuerwehr war mit sieben Fahrzeugen und 50 Einsatzkräften im Einsatz, der Rettungsdienst mit sieben Fahrzeugen und 14 Kräften. Alle Bewohner konnten unverletzt das Gebäude verlassen. Der Sachschaden liegt im niedrigen sechsstelligen Bereich. Als Brandursache kommt der unsachgemäße Umgang mit heißer Asche aus einem Kachelofen in Betracht.
In Nürtingen brannte in der Nacht zum Samstag gegen 1 Uhr ein Stromverteilerkasten in einer Firma in der Weberstraße. Ein technischer Defekt gilt als Ursache. Der Sachschaden beträgt etwa 20.000 Euro, die betroffene Teeküche kann aufgrund der Rauchentwicklung vorerst nicht genutzt werden.
Vor einer Gaststätte in der Dettinger Straße in Kirchheim unter Teck wurde ein 30-Jähriger gegen 3.30 Uhr von zwei etwa 18-jährigen Männern mit südländischem Erscheinungsbild schwer am Kopf verletzt. Die Täter setzten offensichtlich einen Baseballschläger ein und flüchteten in Richtung Hindenburgstraße. Das Opfer wurde stationär in einer Klinik aufgenommen. Die Polizei bittet unter 07021/50120-0 um Zeugenhinweise.
Am Egeriaplatz in Tübingen wurden zwei 14-Jährige am Freitagabend gegen 20.50 Uhr beim Graffitisprühen erwischt. Ein Zeuge hatte beobachtet, wie sie einen Stromkasten besprühten. Bei der Kontrolle räumten beide die Tat ein, eine Spraydose wurde bei einem der Jugendlichen gefunden, eine weitere im Umfeld.