Bremen: Polizei richtet nach vier Schusswaffenvorfällen Sonderkommission „Fokus“ ein

(Symbolbild)

Nach vier schweren Gewalttaten mit Schusswaffen innerhalb eines Monats hat die Polizei Bremen die Sonderkommission „Fokus“ eingerichtet. Bei den Vorfällen wurde ein 32-Jähriger getötet, mehrere Männer wurden durch Schüsse verletzt.

Die Taten ereigneten sich im März in den Stadtteilen Neustadt und Walle. Zuletzt wurde am Samstagabend ein 25-Jähriger in der Neustadt schwer verletzt. In allen Fällen ermitteln die Behörden wegen versuchter Tötungsdelikte beziehungsweise eines Tötungsdelikts. Ob die Taten miteinander zusammenhängen, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

Die Staatsanwaltschaft Bremen hat diese Taten nun in der Abteilung für organisierte Kriminalität konzentriert und bearbeitet dort die Fälle. In der neuen Sonderkommission arbeiten Ermittlerinnen und Ermittler aus verschiedenen Bereichen der Polizei Bremen eng zusammen.

Ziel der Sonderkommission ist es, die Hintergründe schnell aufzuklären und mögliche Täterkreise zu identifizieren und zu zerschlagen. Dabei setzt die Polizei auf eine Kombination aus intensiver Ermittlungsarbeit, verdeckten Maßnahmen und verstärkter Präsenz im öffentlichen Raum.

Mit der Soko „Fokus“ knüpft die Polizei Bremen an erfolgreiche Konzepte wie die Sonderkommission „Junge Räuber“ an, mit der bereits gezielt Täterstrukturen aufgedeckt und bekämpft werden konnten.

Polizeipräsident Dirk Fasse erklärte: „Was hier auf der Straße passiert, dass Leute offenbar ihre Konflikte mit Schusswaffen austragen, ist absolut inakzeptabel – wir werden die Täter konsequent und unnachgiebig ermitteln.“

Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter 0421 362-3888 sowie über das Hinweisportal https://hb.hinweisportal.de/ entgegen.