Bremen: Zwei unbekannte Frauen verhindern Suizid am Hauptbahnhof – Bundespolizei sucht Helferinnen

(Symbolbild)

Zwei unbekannte Frauen haben am Sonntagnachmittag am Bremer Hauptbahnhof den Suizidversuch einer 24-Jährigen verhindert. Die Bundespolizei sucht nun nach den beiden Lebensretterinnen, die durch ihr schnelles Eingreifen Schlimmeres verhindert haben.

Der dramatische Vorfall ereignete sich am 29. März 2026 gegen 15:04 Uhr auf Bahnsteig 7/8 des Hauptbahnhofs. Ersten Ermittlungen zufolge saß die junge Frau, die unter Alkohol- und Drogeneinfluss stand, auf der Bahnsteigkante und ließ ihre Beine ins Gleisbett baumeln. Die beiden Reisenden sprachen die 24-Jährige an und zogen sie, als diese nicht reagierte, zurück auf den Bahnsteig.

Doch die Situation eskalierte weiter: Die lebensmüde Frau stand auf und versuchte erneut, ins Gleisbett zu springen. Eine der unbekannten Helferinnen konnte dies verhindern, indem sie die 24-Jährige am Handgelenk packte und sie wieder auf den Bahnsteig zog. Wenige Augenblicke später fuhr an diesem Gleis ein Zug in den Hauptbahnhof ein.

Auch als Einsatzkräfte der Bundespolizei zur Hilfe eilten, setzte die junge Frau ihre Suizidversuche fort. Sie versuchte mehrfach, sich dem Zugriff der Beamten zu entziehen und ins Gleis zu springen. Zu ihrer eigenen Sicherheit mussten die Polizisten sie fesseln und zur Bundespolizeiwache bringen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen brachten Beamte der Bremer Landespolizei die 24-Jährige in ein Klinikum.

Die beiden Lebensretterinnen reisten unterdessen unerkannt weiter. Die Bundespolizeiinspektion Bremen bittet sie aufgrund ihres vorbildlichen und bemerkenswerten Verhaltens, sich unter der Telefonnummer 0421/16299-7777 oder per E-Mail über bpoli.bremen@polizei.bund.de zu melden.