Im Odenwaldkreis haben Ermittler zwei Tatverdächtige nach einem monatelangen Erpressungsversuch gegen einen örtlichen Geschäftsmann festgenommen. Die spektakuläre Festnahme ereignete sich in der Nacht zum Montag (30. März) nach einer Flucht, die mit einem Wildschweiunfall endete.
Seit Mitte März versuchten bisher unbekannte Täter, den Geschäftsmann zu erpressen. Am späten Sonntagabend (29. März) sollte das geforderte Geld nach Aufforderung der Erpresser in der Feldgemarkung im Bereich Michelstadt, Asselbrunn und Rehbach zur Abholung bereitgelegt werden. Die Polizei nutzte verdeckte operative Maßnahmen und konnte einen der Beschuldigten lokalisieren, der zunächst mit einem Fahrzeug vom vereinbarten Abholort flüchtete.
Bei der Flucht kollidierte der Verdächtige mit einer plötzlich kreuzenden Wildschweinrotte. Der 33-Jährige zog sich dabei leichte Verletzungen zu. Im Rahmen der anschließenden Fahndungsmaßnahmen, an denen auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war, konnte er später vorläufig festgenommen werden.
Die Ermittlungen erhärteten zudem den Verdacht gegen einen 18 Jahre alten Mann, ebenfalls an der Erpressung beteiligt gewesen zu sein. Auch er wurde von der Polizei vorläufig festgenommen. Beide Tatverdächtige wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt und müssen sich nun in einem Ermittlungsverfahren wegen versuchter Erpressung verantworten.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Darmstadt dauern an. Die Pressehoheit liegt bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt.