Gullydeckel-Angriffe auf Geschäfte in Lünen: Duo am Bahnhof festgenommen

(Symbolbild)

In der Nacht vom 29. auf den 30. März haben zwei Personen mit Gullydeckeln die Schaufenster zweier Geschäfte in Lünen eingeworfen. Die Polizei konnte kurz nach den Taten einen 24-jährigen Mann aus Hamm und eine 37-jährige Frau aus Werne am Hauptbahnhof festnehmen.

Am Sonntag gegen 23:45 Uhr warfen die Täter zunächst das Sicherheitsglas eines Goldhändlers in der Bäckerstraße mit einem Gullydeckel ein. Unter der geborstenen Scheibe lag der Gullydeckel auf dem Boden. Entwendet wurde nichts. Zeugen beobachteten, wie zwei Personen vom Tatort flüchteten.

Etwa eine Stunde später, am Montag gegen 00:45 Uhr, zerstörten die Täter auf die gleiche Weise die Fensterscheibe eines weiteren Geschäfts an der Münsterstraße. Auch hier gingen sie mit einem Gullydeckel vor. Hinweise führten die Beamten zur Fluchtrichtung Richtung Lüner Hauptbahnhof.

Kurz darauf trafen die Polizisten am Hauptbahnhof auf einen Mann und eine Frau, die auf die Personenbeschreibung passten. Bei der ersten Befragung machten beide unschlüssige Angaben. Da ihre Identität vor Ort nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte, brachten die Beamten sie zur Polizeiwache.

Bei der Durchsuchung fanden die Polizisten beim 24-Jährigen eine gestohlene Bankkarte, die sie sicherstellten. Die 37-Jährige führte Betäubungsmittel mit sich, die ebenfalls beschlagnahmt wurden. Da keine besonderen Gründe für eine Untersuchungshaft vorlagen, entließen die Beamten beide nach Abschluss aller Maßnahmen von der Polizeiwache.

Gegen die Tatverdächtigen fertigten die Beamten mehrere Strafanzeigen, unter anderem wegen versuchten besonders schweren Diebstahls, Sachbeschädigung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Ermittlungen zum genauen Tathergang, zur Tatbeteiligung und zur Herkunft der Bankkarte dauern an.