Polizist-Anzeige nach umstrittener Festnahme bei Versammlung in Fulda-Johannesberg

(Symbolbild)

Nach einem umstrittenen Polizeieinsatz bei einer Versammlung am vergangenen Samstag in Fulda-Johannesberg ist Anzeige gegen die beteiligten Polizeibeamten erstattet worden. Die Staatsanwaltschaft Fulda prüft nun sowohl Vorwürfe gegen einen festgenommenen Filmemacher als auch gegen die eingesetzten Polizeikräfte.

Der Vorfall ereignete sich am 28. März im Bereich der Bühne der Versammlung. Ein Mann fiel durch Filmaufnahmen auf, wodurch sich die Stimmung unter den Teilnehmern zunehmend aufheizte. Der Versammlungsleiter unterbrach daraufhin kurzzeitig die Veranstaltung und schloss die Person von der Versammlung aus.

Als sich der Mann nicht entfernte, nahmen Polizeikräfte Kontakt zu ihm auf. Dabei fiel die männliche Person zu Boden und versperrte sich. Die Einsatzkräfte trugen ihn daraufhin weg. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er zeitnah wieder entlassen und konnte seine Filmaufnahmen fortsetzen.

Gegen den Mann leitete die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Widerstands gegen Polizeivollzugsbeamte und wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Hessische Versammlungsfreiheitsgesetz ein. Die rechtliche Würdigung liegt nun bei der Staatsanwaltschaft Fulda.

Der Vorfall sorgte in den sozialen Medien für kontroverse Diskussionen über die polizeiliche Maßnahme. Inzwischen liegt der Staatsanwaltschaft Fulda auch eine Strafanzeige gegen die eingesetzten Polizeikräfte vor. Das Polizeipräsidium Osthessen will die Aufklärung des Sachverhalts vollumfänglich unterstützen und appelliert an die Social-Media-Community, sich nicht an Spekulationen zu beteiligen oder strafbare Äußerungen zu tätigen.