Wirtschaftsforschungsinstitute senken Wachstumsprognose für 2024 auf nur 0,6 Prozent

Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr drastisch nach unten korrigiert. Das Bruttoinlandsprodukt soll 2024 nur noch um 0,6 Prozent wachsen, wie das „Handelsblatt“ in seiner Dienstagausgabe unter Berufung auf Insider berichtet.

Die neue „Gemeinschaftsdiagnose“ stammt von den renommierten Instituten RWI Essen, DIW Berlin, Ifo München, IWH Halle und dem Kiel-Institut, die den Bericht im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstellt haben. Die offizielle Vorstellung der Prognose ist für Mittwoch geplant.

Die Korrektur fällt erheblich aus: Noch vor rund einem halben Jahr hatten dieselben Institute in ihrer vergangenen Gemeinschaftsprognose ein Wachstum von 1,3 Prozent für das laufende Jahr vorhergesagt. Auch für das kommende Jahr wurde die Prognose von zuvor 1,4 Prozent deutlich gesenkt.

Für 2027 rechnen die Wirtschaftsforscher mit einem Bruttoinlandsprodukt-Wachstum von rund einem Prozent. Als Hauptgrund für die schwächere Prognose nennen die Institute die Auswirkungen des Iran-Krieges sowie die deutlich gestiegenen Preise für Öl und Gas.

Die Zahlen können sich bis zur offiziellen Vorstellung der Prognose am Mittwoch noch ändern, wie das „Handelsblatt“ berichtet.