Ein 27-jähriger BMW-Fahrer aus Bielefeld hat am Samstagabend eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert, die erst nach mehreren Kilometern auf der Waldbreede endete. Der Mann war zunächst mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit aufgefallen und hatte anschließend alle Anhaltesignale ignoriert.
Gegen 22:30 Uhr bemerkte eine zivile Streifenwagenbesatzung auf der Artur-Ladebeck-Straße in Fahrtrichtung Innenstadt den BMW 218i wegen seiner auffällig zügigen Fahrweise. Der Fahrer war bei erlaubten 50 km/h mit 90 km/h unterwegs. Daraufhin gaben uniformierte Polizisten dem BMW-Fahrer mit dem Anhaltesignal „Stopp Polizei“ und eingeschaltetem Blaulicht die Anweisung anzuhalten.
Der Fahrer ignorierte jedoch alle Signale und stoppte erst am Adenauer Platz vor einer roten Ampel. Die Beamten fuhren an dem BMW vorbei, stellten ihr Fahrzeug versetzt davor und einer der Polizisten stieg aus. Er beleuchtete seine Uniform, um sich deutlich als Polizeibeamter zu erkennen zu geben. Als der Beamte an das Fahrzeug herantrat, beschleunigte der BMW-Fahrer unvermittelt stark, fuhr über die Busspur nach rechts und bog trotz roter Ampel in die Obernstraße ein.
Die Verfolgung führte die Einsatzkräfte über die Straßen Am Bach und Siekerwall zur Kreuzstraße. Zusätzlich hinzukommende Streifenwagen verfolgten den Flüchtenden auf den Ostwestfalendamm (OWD) und dirigierten ihn an der Abfahrt Quelle von der Schnellstraße herunter. Schließlich konnte der 27-Jährige an der Waldbreede angehalten und kontrolliert werden.
Der polizeibekannte Fahrzeugführer mit türkischer und serbisch-montenegrinischer Staatsangehörigkeit bestätigte gegenüber den Beamten, die Anhaltezeichen erkannt zu haben. Er habe jedoch geglaubt, man wolle ihn ausrauben. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen verbotenem Kraftfahrzeugrennen sowie Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung eingeleitet.