Ein 22-jähriger Bulgare ist am Freitagabend an der deutsch-niederländischen Grenze verhaftet worden – vier Haftbefehle lagen gegen ihn vor. Nur durch die Hilfe seines Bruders konnte er einem fast dreiwöchigen Gefängnisaufenthalt entgehen.
Der Mann wurde gegen 22:30 Uhr als Mitfahrer eines Autos an der Kontrollstelle auf der Rastanlage Bentheimer Wald an der Autobahn 30 kontrolliert. Die Überprüfung erfolgte im Rahmen der vorübergehend wiedereingeführten Grenzkontrollen.
Bei der Kontrolle seiner Personalien stellten die Beamten fest, dass gegen den 22-Jährigen gleich vier Haftbefehle vorlagen. Gerichte hatten ihn zuvor wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und unerlaubten Entfernens vom Unfallort zu Ersatzfreiheitsstrafen verurteilt, aus denen noch mehr als zwei Wochen Gefängnis abzusitzen waren. Zusätzlich standen noch drei Tage Erzwingungshaft wegen zwei nicht bezahlter Bußgeldverfahren aus.
Die Verhaftung hätte durch Zahlung einer Gesamtgeldstrafe von 780 Euro abgewendet werden können. Der Bruder des Verhafteten kam zur Polizeidienststelle und beglich die ausstehende Geldstrafe sowie weitere knapp 300 Euro an Verfahrenskosten. Nach der Zahlung der insgesamt über 1.000 Euro konnte der 22-Jährige seine Reise fortsetzen.