Mehr als 16 Jahre nach dem Totschlag an einem 43-jährigen Mann in Köln haben Bundespolizisten am Samstagabend (28. März) einen weiteren Tatverdächtigen festgenommen. Der 60-Jährige geriet gegen 22.20 Uhr bei der Einreise aus Österreich in eine Grenzkontrolle der Bundespolizeiinspektion Passau an der A3 in der Nähe von Ruhstorf. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellten die Beamten fest, dass gegen den Mann ein Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichts Köln vorlag.
Ihm wird vorgeworfen, an der Tat im Januar 2010 beteiligt gewesen zu sein. Damals hatten Passanten die Leiche des Italieners neben einer Leitplanke an der A59 bei Leverkusen-Rheindorf entdeckt. Eine Obduktion hatte ergeben, dass der Mann durch mehrere Schläge gegen den Kopf gestorben war. Der oder die Täter blieben zunächst jahrelang unbekannt.
Die Ermittlungsgruppe „Cold Cases“ der Polizei Köln rollte den Fall im Jahr 2022 neu auf, nachdem moderne kriminaltechnische Untersuchungen zu neuen Ermittlungsansätzen geführt hatten. Durch diese erweiterten Möglichkeiten des DNA-Abgleichs geriet auch der nun Festgenommene in den Fokus der Ermittler.
Bereits im August 2024 hatten Polizisten einen damals 45-jährigen Tatverdächtigen in den Niederlanden festgenommen, der allerdings später wieder entlassen wurde, da die Voraussetzungen für die Untersuchungshaft nicht mehr vorlagen. Ein weiterer Tatverdächtiger war 54 Jahre alt, als nach ihm mit internationalem Haftbefehl gesucht wurde – er war zwischenzeitlich gestorben.
Die Staatsanwaltschaft und Polizei Köln setzen ihre Ermittlungen zu den Hintergründen sowie dem genauen Tatort fort.