Deutschland zeigt sich zum Frühlingsende zweigeteilt: Während der Osten und weite Teile Mitteldeutschlands unter extremer Dürre leiden, sind die westlichen Bundesländer noch vergleichsweise gut mit Bodenfeuchtigkeit versorgt. Der aktuelle Dürre-Monitor des UFZ Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung vom 30. März 2026 offenbart ein dramatisches Bild für Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen.

Besonders dramatisch stellt sich die Situation in Brandenburg und Sachsen-Anhalt dar, wo großflächig dunkelrote Gebiete auf dem Soil Moisture Index (SMI) eine außergewöhnliche Dürre signalisieren. Auch in Sachsen, Thüringen und weiten Teilen Bayerns herrscht moderate bis schwere Trockenheit. Glimpflicher davon kommen die westlichen Bundesländer: Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg zeigen noch gelbe bis teilweise weiße Bereiche, was auf ausreichende Bodenfeuchtigkeit hindeutet.
An der kritischen Dürresituation ändert auch der angekündigte Schneefall für Teile Bayerns in den kommenden Tagen wenig. Die durchschnittlich 12,6 Millimeter Niederschlag der vergangenen Woche reichen bei weitem nicht aus, um die tieferen Bodenschichten aufzufüllen. Zudem kann gefrorener Boden bei den erwarteten niedrigen Temperaturen um 3°C das Schmelzwasser nicht effektiv aufnehmen. Die für die nächsten drei Tage prognostizierten minimalen 0,8 Millimeter Niederschlag werden die Situation nicht entspannen.
Für die Landwirtschaft bedeutet dies erhebliche Herausforderungen beim Frühjahrsanbau, insbesondere in den ostdeutschen Bundesländern. Waldbrände könnten bei steigenden Temperaturen zu einem ernsten Problem werden. Die Wasserversorgung steht vor allem in Brandenburg und Sachsen-Anhalt unter Druck, wo bereits jetzt Brunnen und kleinere Gewässer Niedrigstände verzeichnen.
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