Polizei kontrolliert Tuning-Szene in Mönchengladbach: Acht Verwarnungen und mehrere Anzeigen

(Symbolbild)

Die Direktion Verkehr des Polizeipräsidiums Mönchengladbach führte am 28. März einen Sondereinsatz gegen die sogenannte „TPRD“-Szene durch. Im Fokus stand das „Season Opening“ der Tuner, Poser, Raser und Dater, wie die vier Buchstaben der Abkürzung stehen. Die Beamten stellten acht Fahrzeuge fest, die der Szene zugeordnet wurden.

Bei den umfangreichen Kontrollen im gesamten Stadtgebiet ahndeten die Polizisten verschiedene Verkehrsverstöße. Acht Verwarngelder wurden direkt vor Ort bezahlt: zweimal für das Parken in zweiter Reihe zum Nachteil von Radfahrern und zweimal wegen Verstößen gegen die Gurtpflicht. Viermal erwischten die Beamten zwei Personen auf einem Elektrokleinstfahrzeug, obwohl E-Scooter nur für eine Person zugelassen sind.

Darüber hinaus fertigten die Polizisten mehrere Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Ein Fahrzeugführer hatte technische Veränderungen an seinem Auto nicht in den Fahrzeugschein eintragen lassen, wodurch die Betriebserlaubnis erlosch. Drei Radfahrer überfuhren eine rote Ampel. Ein E-Scooter-Fahrer war ohne gültiges Versicherungskennzeichen unterwegs, was einen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz darstellt.

Die Kontrollen fanden an bekannten Treffpunkten im Stadtgebiet statt, die auch außerhalb von Sondereinsätzen regelmäßig von Polizeibeamten aufgesucht werden. Zusätzlich führten die Einsatzkräfte Geschwindigkeitsmessungen an Örtlichkeiten durch, die wegen nächtlichen Fahrzeuglärms als Beschwerdestellen bekannt sind. Dabei stellten sie erfreulicherweise keine Verstöße fest.

Obwohl es in Mönchengladbach keine klassische TPRD-Szene gibt, finden regelmäßig Zusammenkünfte kraftfahrzeugbegeisterter Personen statt. Diese treffen sich meist an größeren öffentlichen Plätzen mit ihren Autos oder Motorrädern, um ihre Fahrzeuge zu zeigen und sich zu unterhalten. In der Regel verlaufen diese Treffen friedlich – so auch das aktuelle „Season Opening“, das insgesamt ruhig und ohne besondere Zwischenfälle ablief.

Die Polizei kündigte an, diese Kontrollen künftig fortzusetzen und wies darauf hin, dass regelkonformes Verhalten zur Verkehrssicherheit aller beiträgt.