93-Jähriger in Hamburg-Bergedorf um mehrere tausend Euro betrogen

(Symbolbild)

Zwei unbekannte Männer haben am Mittwochabend einen 93-jährigen Mann in Hamburg-Bergedorf um mehrere tausend Euro Bargeld betrogen. Die Täter gaben sich als Kriminalpolizisten aus und durchsuchten unter einem Vorwand die Wohnung des Seniors im Wiesnerring.

Der Betrug begann gegen 18:00 Uhr mit einem Anruf. Ein Unbekannter gab sich als Kriminalpolizist aus und behauptete gegenüber dem 93-Jährigen, dieser sei aufgrund seines Vermögens in den Fokus einer Einbrecherbande geraten. Zum Schutz vor einem möglichen Diebstahl würde man Bargeld bei ihm abholen.

Kurz darauf traf der Senior vor seiner Wohnungstür auf zwei Männer. Der erste Täter war etwa 28 Jahre alt, schlank, hatte ein „südländisches“ Erscheinungsbild, schwarze Haare und trug dunkle Kleidung. Der zweite Täter war kleiner, etwa 45 Jahre alt, ebenfalls mit „südländischem“ Erscheinungsbild und dunkler Bekleidung.

Während der jüngere Täter den 93-Jährigen vor der Tür in ein Gespräch verwickelte, durchsuchte sein Komplize die Wohnung nach Wertgegenständen und wurde fündig. Anschließend flüchteten beide Trickbetrüger mit einer hohen Summe Bargeld in unbekannte Richtung.

Der Kriminaldauerdienst (LKA 26) führte die ersten Maßnahmen am Tatort durch. Die Ermittlungen werden nun von der Fachabteilung für Trickbetrugsdelikte (LKA 431) fortgeführt. Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu den Tätern geben können, sich unter der Telefonnummer 040 4286-56789 beim Hinweistelefon oder bei einer Polizeidienststelle zu melden.

Im vergangenen Jahr verzeichnete die Polizei Hamburg 876 Vorfälle des sogenannten Call-Center-Betrugs. Bei 122 vollendeten Taten erbeuteten die Täter über 5,9 Millionen Euro. Die Polizei rät zu gesundem Misstrauen bei abenteuerlichen Telefongeschichten, zum Gespräch mit Vertrauenspersonen und dazu, bei Verdacht sofort aufzulegen und die Polizei unter 110 zu kontaktieren. Grundsätzlich sollten keine Fremden in die Wohnung gelassen werden.