Bei einer Grenzkontrolle am Autobahngrenzübergang Ludwigsdorf haben Bundespolizisten drei polnische Staatsangehörige mit Drogen und verbotenen Waffen erwischt. Die Beamten stoppten das polnische Fahrzeug gestern Abend um 20:30 Uhr auf der Autobahn 4 bei der Einreise nach Deutschland.
Die Überprüfung im polizeilichen Fahndungsregister offenbarte bereits den ersten Treffer: Der Fahrer wurde von der Staatsanwaltschaft Wiesbaden wegen Urkundenfälschung zur Aufenthaltsermittlung gesucht. Bei der anschließenden Durchsuchung des Fahrzeuginnenraums entdeckten die Bundespolizisten griffbereit ein Springmesser und ein Reizstoffsprühgerät, die nach rechtlicher Prüfung als verbotene Gegenstände eingestuft wurden.
In der Mittelarmlehne der Rücksitzbank fanden die Beamten schließlich Tütchen mit einer weißen kristallinen Substanz. Keiner der drei Insassen wollte etwas über die Substanzen oder die waffenrechtlich verbotenen Gegenstände wissen. Hinzugezogene Zollbeamte stellten bei der weiteren Durchsuchung insgesamt 12,2 Gramm vermutliches Methamphetamin sicher.
Ein bei dem Fahrer durchgeführter Drogenschnelltest verlief positiv. Die Landespolizei Sachsen übernahm diesen Fall und leitete ein Strafverfahren wegen Fahrens unter berauschenden Mitteln ein. Der Zoll eröffnete Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Waffengesetz. Wem die sichergestellten Gegenstände zuzuordnen sind, müssen die laufenden Ermittlungen klären.