Drei Polizeieinsätze in Gelnhausen und Langenselbold: Busscheibe zerstört, Exhibitionist gesucht, Zweiradkontrollen mit Verstößen

(Symbolbild)

Ein unbekannter Mann zerstörte am Montagmorgen gegen 8.10 Uhr die Scheibe eines Linienbusses in Langenselbold. Der Täter stieg gemeinsam mit einer Frau mit Kinderwagen an der Bushaltestelle „Landwehrstraße“ in der Hanauer Landstraße aus und beschädigte dabei die Scheibe der vorderen Einstiegstür. Der entstandene Schaden beläuft sich auf etwa 2.000 Euro.

In einem zweiten Fall sucht die Polizei nach einem Mann, der am Montag kurz vor 17.30 Uhr in der Gelnhausener Straße „Im Setzling“ durch exhibitionistische Handlungen aufgefallen ist. Der Unbekannte öffnete widerrechtlich eine Baustellenabsperrung im Bereich der einstelligen Hausnummern und entnahm Müll aus der Altpapiertonne eines Anwohners, den er auf ein geparktes Auto warf. Nachdem er der Baustelle verwiesen wurde, beleidigte er den Besitzer unter anderem rassistisch, zog seine Hose herunter und präsentierte sein Glied. Anschließend entfernte er sich unter mehrfachem Zeigen des Mittelfingers.

Der gesuchte Mann ist zwischen 1,75 und 1,80 Meter groß, 38 bis 45 Jahre alt und hat dunkelblonde Haare. Er trug eine dunkle Hose, eine schwarze Joggingjacke und schwarze Schuhe mit weißer Sohle. In der vergangenen Woche war er bereits mehrfach offensichtlich alkoholisiert und pöbelnd an der Baustelle vorbeigegangen.

Bei einer groß angelegten Zweiradkontrolle am Dienstag auf dem Parkplatz „Am Hallenbad“ in Gelnhausen überprüften spezialisierte Beamte der Verkehrsinspektion ab 12.30 Uhr insgesamt 27 Fahrzeuge. Kontrolliert wurden elf Motorräder, zehn E-Scooter, zwei E-Bikes, ein Roller, ein E-Roller und zwei Pedelecs. Das „Zweiradkontrollteam“ hatte zuvor am Vormittag in den Räumlichkeiten der Polizeistation Gelnhausen Fachvorträge zur Zweiradthematik gehalten und einen polizeieigenen Rollenprüfstand zur Geschwindigkeitsmessung aufgebaut.

Die häufigsten festgestellten Mängel waren unzulässige Kennzeichenwinkel, fehlende Rückstrahler und abgefahrene Reifen. Ein besonderer Fall ereignete sich, als ein Jugendlicher auf einem Roller mit grünem Versicherungskennzeichen 2025 kontrolliert wurde. Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Fahrer um einen Fahrschüler handelte. Gegen den Fahrlehrer wurde ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz eingeleitet, die Fahrstunde des 16-Jährigen wurde beendet.

Ein 55-jähriger E-Roller-Fahrer fiel den Beamten durch sein Verhalten auf. Da er augenscheinlich unter Rauschmitteleinfluss stand, führten die Polizisten einen freiwilligen Urintest durch, der positiv auf Kokain reagierte. Der Mann musste eine Blutprobe abgeben. Gegen ihn wurden Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und Fahrens unter berauschenden Mitteln eingeleitet.

Insgesamt ahndeten die Ordnungshüter drei weitere Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz und stellten sieben Mängelkarten aus. Bei einem Fahrzeug war die Hauptuntersuchung fällig. Weitere Zweiradkontrollen sind angekündigt.