Bei einer groß angelegten Razzia haben Drogenfahnder der OE-City der Polizei Kassel in einem Gastronomiebetrieb im Stadtteil Wesertor und zwei Wohnungen Kokain im Wert von 30.000 Euro sowie rund 54.000 Euro mutmaßliches Drogengeld sichergestellt. Ein 65-jähriger Mann und eine 28-jährige Frau stehen im Verdacht, aus dem Restaurant heraus mit harten Drogen gehandelt zu haben.
Die Staatsanwaltschaft Kassel hatte am Dienstagabend um 17:15 Uhr drei Durchsuchungsbeschlüsse vollstrecken lassen. Neben den Drogen und dem Bargeld entdeckten die Beamten auch Utensilien für den Drogenhandel, mehrere Handys sowie Parfums, Portemonnaies und Handtaschen, die nach bisherigen Erkenntnissen aus Diebstählen stammen.
Beide Verdächtigen wurden zunächst festgenommen. Die 28-jährige Frau kam jedoch bereits am Mittwoch wieder frei, da keine Haftgründe vorlagen. Der 65-jährige Mann soll einem Haftrichter vorgeführt werden, der über eine mögliche Untersuchungshaft entscheidet.
Die Ermittlungen begannen nach mehreren Hinweisen aus der Bevölkerung in den vergangenen Wochen, dass in dem Gastronomiebetrieb ein florierender Drogenhandel stattfinde. Diese Verdachtsmomente erhärteten sich durch umfangreiche Ermittlungen, sodass eine Richterin auf Antrag der Staatsanwaltschaft die Durchsuchungsbeschlüsse für die Gastronomieräumlichkeiten sowie die Wohnungen der beiden Betreiber in den Stadtteilen Wesertor und Mitte erließ.
An der Operation waren neben den Drogenfahndern der OE City auch Beamte des Hessischen Polizeipräsidiums für Einsatz Direktion Nord, das Revier Mitte, ein Diensthundführer, die Kasseler Kriminalpolizei sowie der Gewerbeaußendienst der Stadt Kassel beteiligt. Die beiden Tatverdächtigen müssen sich nun unter anderem wegen gewerbsmäßigen Handels mit Kokain verantworten.