Ein 23-jähriger polnischer Staatsangehöriger ist am gestrigen Mittwoch gegen 14:00 Uhr während seines Mittagsschlafs am Leipziger Hauptbahnhof von der Bundespolizei verhaftet worden. Das Amtsgericht Leipzig hatte auf Antrag der Staatsanwaltschaft Leipzig und auf Anregung der Bundespolizei einen Haftbefehl gegen den polizeibekannten Mann wegen wiederholter gefährlicher Körperverletzung erlassen.
Noch am selben Tag wurde der 23-Jährige einem Haftrichter vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete. Der Pole wurde daraufhin in die JVA Leipzig eingeliefert. Seine Verlobte war bereits vor einigen Tagen nach einer Körperverletzung auf frischer Tat festgenommen und nach einer Haftrichtervorführung ebenfalls in Untersuchungshaft genommen worden.
Das polnische Pärchen war in den vergangenen Monaten wiederholt durch eine Vielzahl von Gewaltdelikten in und um den Hauptbahnhof aufgefallen, darunter auch wechselseitig begangene Straftaten. Als Mehrfach- und Intensivtäter gerieten beide schnell in den Fokus sowohl der Polizeidirektion Leipzig als auch der Bundespolizeiinspektion Leipzig.
Beide Polizeibehörden führten eng abgestimmt konzentrierte und beschleunigte Ermittlungen durch, die in der Verhaftung beider Personen mündeten. Zusätzlich wurde bei der Ausländerbehörde Leipzig die Aberkennung der Freizügigkeit beider Polen als Unionsbürger und damit die Aufenthaltsbeendigung angeregt.
Beide Polen befinden sich nun in Haft und warten auf ihre Gerichtsverfahren. Die Verhaftungen sollen den öffentlichen Raum um den Hauptbahnhof Leipzig wieder sicherer machen.