Bei einer großangelegten Razzia gegen bandenmäßige Hehlerei mit Dieselkraftstoff haben Polizei und Staatsanwaltschaft vier Tatverdächtige festgenommen und rund 1700 Liter Kraftstoff sichergestellt. Die Durchsuchungen fanden am 1. April 2026 in fünf Gemeinden in Nordhessen und Südniedersachsen statt.
Unter Federführung der Regionalen Kriminalinspektion der Polizeidirektion Werra-Meißner vollstreckten die Beamten auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kassel erlassene Durchsuchungsbeschlüsse. Betroffen waren Objekte in Eschwege, Witzenhausen, Habichtswald, Espenau und Bovenden. Die Einsatzkräfte suchten die Grundstücke und Gebäude in den frühen Morgenstunden auf.
Dabei stellten die Ermittler insgesamt etwa 1700 Liter Dieselkraftstoff sicher, der in 200-Liter-Fässer abgefüllt war. In Eschwege fanden sie vier Fässer, in Witzenhausen acht Fässer und in Espenau drei Fässer mit unterschiedlichem Füllstand. Die Technische Einsatzeinheit der Direktion Bereitschaftspolizei Südost aus Mühlheim übernahm das Verladen der sichergestellten Fässer.
Die Polizei nahm vier Tatverdächtige vorläufig fest: einen 32-Jährigen aus Eschwege, einen 39-Jährigen aus Habichtswald, einen 37-Jährigen aus Espenau und einen 50-Jährigen aus Bovenden. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurden alle vier Beschuldigten wieder aus dem Gewahrsam entlassen.
An dem Einsatz beteiligten sich das Polizeipräsidium Nordhessen, die Bereitschaftspolizei und die Polizeidirektion Göttingen. Zusätzlich war die Feuerwehr aus Witzenhausen wegen der Gefahrstoffe eingebunden.