Wohnmobil rollt während Urlaubsvorbereitung in den Rhein – Bergung blockiert Schifffahrt

(Symbolbild)

Ein Wohnmobil ist am Mittwochnachmittag bei Bietigheim/Neuburgweier in den Rhein gerollt und trieb 20 Minuten lang flussabwärts, bevor es geborgen werden konnte. Ein Augenzeuge meldete das schwimmende Fahrzeug auf Höhe der Rheinfähre Neuburg telefonisch der Polizei.

Nach Angaben der Beamten wollte ein 49-jähriger Wohnmobilbesitzer gegen 14 Uhr sein Fahrzeug für den bevorstehenden Urlaub am Rheinufer beladen. Aus bisher unbekannten Gründen lösten sich die Bremsen des Citroen Jumpers, woraufhin das Fahrzeug langsam ins Wasser rollte. Die Ehefrau und der Sohn, die sich noch im Wohnmobil aufhielten, konnten das Fahrzeug rechtzeitig verlassen, bevor es talwärts in nördliche Richtung abtrieb.

Das im Wasser treibende Wohnmobil erreichte nach etwa 20 Minuten bereits den Präsidiumsbereich Karlsruhe. Die alarmierte Wasserschutzpolizei aus Karlsruhe und verschiedene Feuerwehren näherten sich mit ihren Booten dem Fahrzeug. Gegen 15:30 Uhr gelang es, das Wohnmobil mehrmals kurzzeitig an einem Feuerwehrboot festzumachen und in den Rheinhafen Karlsruhe zu bugsieren.

Als sich das Fahrzeug schließlich vom Feuerwehrboot löste und in die Fahrrinne abtrieb, musste das Wasserschifffahrtsamt des Bundes die Schifffahrt für etwa eine Stunde sperren. Ein hinzugezogener Schiffsbagger konnte das Wohnmobil um 17 Uhr bergen und aufgeladen in das Becken 1 zum Stadthafen nach Karlsruhe verbringen, wo es von einem Abschleppdienst abgeholt wurde.

Bei dem Vorfall in Neuburgweier und bei den Bergungsarbeiten wurde niemand verletzt. Die Polizei stellte fest, dass keine gefährlichen Flüssigkeiten in den Rhein gelangten. Am Wohnmobil entstand Totalschaden. Die Beamten des Polizeipostens Bietigheim führen die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang.