Internationaler Tag zur Aufklärung über Landminen: UN mahnt zu verstärkten Räumungsanstrengungen

Millionen von Landminen bedrohen weltweit das Leben unschuldiger Zivilisten. Am heutigen 3. April begehen die Vereinten Nationen den Internationalen Tag zur Aufklärung über Landminen und zur Unterstützung von Antiminenprogrammen. Dieser Gedenktag wurde 2005 von der UN-Generalversammlung ins Leben gerufen, um auf die verheerenden Folgen von Landminen aufmerksam zu machen und die internationale Gemeinschaft zu verstärkten Räumungsanstrengungen zu motivieren.

Hintergrund des Aktionstages sind die dramatischen humanitären Folgen von Antipersonenminen. Diese Waffen töten und verstümmeln wahllos – oft Jahre oder Jahrzehnte nach Ende bewaffneter Konflikte. Besonders Kinder sind gefährdet, da sie die gut getarnten Sprengkörper für Spielzeug halten können. Der Tag soll das Bewusstsein für diese ’stillen Killer‘ schärfen und internationale Solidarität mit den Opfern fördern.

Nach Angaben der Internationalen Kampagne zum Verbot von Landminen sind weltweit noch immer etwa 60 Länder und Gebiete von Landminen und explosiven Kriegsresten betroffen. Allein 2023 wurden über 4.700 neue Opfer registriert, davon 85 Prozent Zivilisten. Afghanistan, Syrien und die Ukraine gehören zu den am stärksten betroffenen Regionen. Trotz der 1997 verabschiedeten Ottawa-Konvention zum Verbot von Antipersonenminen haben noch nicht alle Staaten das Abkommen ratifiziert.

Der heutige Tag wird traditionell mit Informationskampagnen, Gedenkveranstaltungen für die Opfer und Fundraising-Aktionen für Räumungsprogramme begangen. Hilfsorganisationen wie die UNMAS (UN Mine Action Service) nutzen den Tag, um über ihre Arbeit zu informieren und Spenden zu sammeln. Auch Überlebende von Minenunfällen treten als Botschafter auf, um ihre Geschichten zu erzählen und für eine minenfreie Welt zu werben.

Weitere Gedenktage am 3. April sind der Internationale Kinderbuchtag der UNESCO sowie verschiedene nationale Feiertage in einzelnen Ländern. Diese stehen jedoch in ihrer internationalen Bedeutung dem UN-Aktionstag zu Landminen nach.