Nach einem brutalen Messerangriff in einer Wohnung in Hamburg-Heimfeld schwebt ein 23-jähriger Mann in Lebensgefahr. Der Angriff ereignete sich am heutigen Mittwoch, dem 3. April 2026, um 12:39 Uhr in der Denickestraße. Die Bundespolizei nahm einen 27-jährigen Tatverdächtigen vorläufig fest, die Mordkommission übernahm die Ermittlungen.
Den bisherigen Erkenntnissen zufolge entstand zwischen dem 23-jährigen Wohnungsinhaber und dem 27-jährigen Mann zunächst ein Streit. Die Auseinandersetzung eskalierte, als der Angreifer mehrere Messerstiche auf sein Opfer ausführte und diesem dadurch lebensgefährliche Verletzungen zufügte. Nach der Tat flüchtete der 27-Jährige aus der Wohnung in zunächst unbekannte Richtung.
Rettungskräfte der Feuerwehr brachten den schwer verletzten 23-Jährigen unter Begleitung eines Notarztes in ein Krankenhaus. Nach Angaben der Polizei besteht weiterhin akute Lebensgefahr.
Die Polizei leitete sofort eine Großfahndung ein, an der rund ein Dutzend Funkstreifenwagenbesatzungen und der Polizeihubschrauber „Libelle“ beteiligt waren. Die Fahndung führte zum Erfolg: Einsatzkräfte der Bundespolizei nahmen den 27-jährigen Tatverdächtigen am Bahnhof Harburg vorläufig fest.
Da der festgenommene Deutsche leichte Verletzungen aufwies, wurde er von einer Rettungswagenbesatzung unter polizeilicher Begleitung zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen soll der Mann dem Untersuchungsgefängnis zugeführt werden.
Das Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes (KIT) übernahm die psychosoziale Akutbetreuung von Zeuginnen und Zeugen sowie Angehörigen der Beteiligten.
Der Kriminaldauerdienst (LKA 26) übernahm die ersten Ermittlungen vor Ort. Die Mordkommission führt nun die Untersuchungen in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft, Abteilung für Kapitaldelikte, weiter.