Ein 27-jähriger Mann hat in der Nacht zum 5. April 2026 eine 14-Jährige in einem Metronom-Zug auf der Fahrt von Bremen nach Hamburg sexuell belästigt. Die Bundespolizei nahm den Tatverdächtigen noch im Zug fest.
Gegen 00:40 Uhr setzte sich der Mann zunächst der Jugendlichen gegenüber in eine Vierer-Sitzgruppe. Dabei berührte der Beschuldigte die 14-Jährige am Knie absichtlich für längere Zeit. Im weiteren Verlauf entblößte der ungarische Staatsangehörige sein Glied völlig und manipulierte daran direkt vor den Augen der deutschen Staatsangehörigen.
Die Geschädigte verließ den Sitzplatz umgehend, um weiteren sexuellen Belästigungen aus dem Weg zu gehen. Aus dem fahrenden Zug heraus informierte sie die Bundespolizei telefonisch über den Vorfall.
Bei der Einfahrt des Metronom-Zuges am Gleis 11 im Hamburger Hauptbahnhof stellten eingesetzte Bundespolizisten die Geschädigte am Bahnsteig fest. Den Beschuldigten fanden sie noch im Zug sitzend und brachten ihn für weitere bundespolizeiliche Maßnahmen zum Bundespolizeirevier am Hauptbahnhof.
Der Tatverdächtige war nicht alkoholisiert – ein Atemalkoholtest ergab 0,0 Promille. Er verhielt sich aber völlig unkooperativ. Nach erkennungsdienstlicher Behandlung musste der 27-Jährige wieder entlassen werden.
Die Bundespolizei leitete Strafverfahren wegen Verdachts auf exhibitionistische Handlungen und sexuelle Belästigung ein. Die weiteren Ermittlungen übernimmt der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg.
Die 14-jährige Geschädigte wurde nach telefonischer Rücksprache vom Hamburger Kinder- und Jugendnotdienst abgeholt und in sichere Obhut genommen. Die Opferschutzbeauftragte der Bundespolizeiinspektion Hamburg wird sich zeitnah mit der Jugendlichen in Verbindung setzen, um gegebenenfalls Hilfsangebote zu vermitteln.