Polizei stoppt maroden ungarischen Reisebus mit 18 Fahrgästen in Ulm

(Symbolbild)

In Ulm-Böfingen hat die Polizei am Donnerstag einen ungarischen Reisebus wegen gravierender Sicherheitsmängel aus dem Verkehr gezogen. Der Bus mit 18 Fahrgästen an Bord war gegen 12 Uhr an der Fernbushaltestelle in der Eberhard-Finck-Straße eingetroffen und befand sich auf einer Fernbuslinie in Richtung Ruhrgebiet.

Bei der Kontrolle durch Beamte des Verkehrsdienstes Laupheim entdeckten die Spezialisten zwei gravierende Risse in der Windschutzscheibe – einen 23 Zentimeter langen und einen 105 Zentimeter langen Riss. Diese Schäden machten den Bus verkehrsunsicher. Die Weiterfahrt wurde nur noch bis zu einer nahegelegenen Fachwerkstatt gestattet, wo die Reparatur erfolgen sollte.

Die 18 Fahrgäste mussten auf zwei andere Busse umsteigen und konnten so ihre Reise fortsetzen. Der 51-jährige Busfahrer hatte zusätzlich gegen die Sozialvorschriften verstoßen und die Lenkzeiten nicht eingehalten. Sowohl er als auch das Busunternehmen wurden deshalb angezeigt. Der Fahrer musste vor Ort eine Sicherheitsleistung von rund 1.000 Euro bezahlen.

Auch weitere Fernbusse waren von Mängeln betroffen: Bei einem kosovarischen Reisebus auf dem Weg nach Pizren stellten die Beamten fest, dass die Halterungen für den Gepäckträger am Heck durchgerostet waren. Der 39-jährige Fahrer musste das Reisegepäck anderweitig verstauen und ein Bußgeld von rund 200 Euro bezahlen.

Insgesamt beanstandeten die Verkehrsspezialisten an diesem Tag sechs weitere Busse. Bei fünf Fernbussen entdeckten sie kleinere Durchrostungen am Fahrzeugrahmen und Unterboden. Diese Mängel waren jedoch nicht so gravierend, dass die Busse stillgelegt werden mussten – sie durften bis in ihre Heimatländer weiterfahren.