Schwerer Lkw-Unfall auf A1 bei Harpstedt: Vollsperrung bis 23 Uhr – Drei Folgeunfälle im Stau

(Symbolbild)

Ein spektakulärer Verkehrsunfall hat am Samstag, 4. April 2026, die Autobahn 1 bei Harpstedt stundenlang lahmgelegt. Gegen 13:29 Uhr verlor ein 53-jähriger Litauer die Kontrolle über seinen Sattelzug, nachdem ein Reifen geplatzt war. Das Fahrzeug verkeilte sich in der Mittelschutzplanke, die A1 musste bis 23 Uhr vollgesperrt werden.

Der Unfallhergang begann in einem Baustellenbereich der A1 in Richtung Bremen. Bei dem Sattelzug des 53-Jährigen platzte während der Fahrt ein Reifen an der Zugmaschine. Daraufhin kam das schwere Fahrzeug zunächst nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Betongleitschutzwand. Von dort wurde der Sattelzug nach links abgewiesen und kam schließlich verkeilt in der Mittelschutzplanke zum Stehen.

Die Zusammenstöße mit der Betongleitwand und der Mittelschutzplanke rissen einen Dieseltank ab. Der auslaufende Kraftstoff verteilte sich auf beiden Fahrstreifen der Autobahn. Für die aufwendigen Bergungs- und Reinigungsarbeiten richteten die Behörden eine Vollsperrung ab der Anschlussstelle Wildeshausen-Nord ein. Die beiden Insassen der Sattelzugmaschine blieben unverletzt. An dem Lkw entstand ein Sachschaden von rund 100.000 Euro.

Der starke Osterreiseverkehr führte zu einem größeren Rückstau, in dem sich drei weitere Verkehrsunfälle ereigneten. Bei diesen Auffahrunfällen waren insgesamt fünf Pkw und ein Sattelzug beteiligt. Drei Personen wurden leicht verletzt, der Sachschaden wird auf etwa 25.000 Euro geschätzt. Neben Polizeikräften waren die Feuerwehr und die Autobahnmeisterei Wildeshausen im Einsatz.