Binnen weniger Stunden haben sich am Samstag in Iserlohn zwei schwere Verkehrsunfälle ereignet. Bei einem Zusammenstoß auf der Baarstraße wurden ein Taxifahrer und sein Fahrgast verletzt, in einem zweiten Fall flüchtete ein Autofahrer nach einer Kollision auf der Schlesischen Straße.
Der erste Unfall ereignete sich gegen 14:42 Uhr auf der Baarstraße in Fahrtrichtung Iserlohner Innenstadt. Ein 33-jähriger Taxifahrer aus Iserlohn transportierte eine 74-jährige Frau und wechselte in Höhe des Hauses Baarstraße 28-30 nach der dortigen Verkehrsinsel auf den linken der beiden Geradeausfahrstreifen. Hinter dem Taxi fuhr ein 18-jähriger Fahrzeugführer aus Menden mit seinem Audi auf dem rechten Fahrstreifen, beschleunigte und überholte das Taxi. In Höhe des Hauses Baarstraße 24 wechselte der Mendener plötzlich ebenfalls auf den linken Fahrstreifen. Trotz einer Gefahrenbremsung des Taxifahrers konnten die beiden Fahrzeuge nicht mehr rechtzeitig anhalten.
Bei dem Zusammenstoß wurden beide Fahrzeuge schwer beschädigt und waren nicht mehr fahrbereit. Der Taxifahrer und seine 74-jährige Fahrgastin erlitten leichte Verletzungen und wurden zur ambulanten Behandlung in Krankenhäuser nach Menden und Iserlohn gebracht. Der Unfallverursacher, seine Beifahrerin und zwei weitere Insassen in seinem Fahrzeug blieben unverletzt. Es entstand hoher Sachschaden. Für die Unfallaufnahme musste die Baarstraße in beide Richtungen vollständig gesperrt werden.
Nur zwei Stunden später, um 16:44 Uhr, kam es zu einem weiteren Unfall mit Fahrerflucht auf der Schlesischen Straße. Ein 51-jähriger Fahrzeugführer aus Menden befuhr den rechten Geradeausfahrstreifen aus Richtung Seilerseestraße kommend in Richtung Westfalenstraße. Ein 59-jähriger Autofahrer aus Hemer fuhr zeitgleich auf dem linken Geradeausfahrstreifen, der im weiteren Verlauf zur Linksabbiegerspur in Richtung Löbbeckenkopf wird. Kurz vor dem Ende der Linksabbiegerspur wechselte der Hemeraner nach rechts auf den Geradeausfahrstreifen und kollidierte dort mit dem Fahrzeug des Mendeners. Durch den Aufprall wurde dessen Wagen in den Grünstreifen gedrängt.
An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden, Personen wurden nicht verletzt. Der 59-jährige Unfallverursacher entfernte sich von der Unfallstelle, ohne eine Schadensregulierung eingeleitet zu haben. Die Polizei konnte ihn jedoch ermitteln und beschlagnahmte seinen Führerschein. Gegen den Hemeraner wird nun wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort sowie Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt.