Großkontrolle zum ‚Car-Friday‘ in Dortmund: 450 Verkehrsverstöße und drei Führerscheinentzüge

(Symbolbild)

Bei einem groß angelegten Schwerpunkteinsatz am ‚Car-Friday‘ haben Stadt und Polizei Dortmund in der Nacht zu Samstag 450 Verkehrsverstöße festgestellt. Die Kontrollen richteten sich gegen die Raser-, Poser- und illegale Tuningszene in der Dortmunder Innenstadt.

Im Rahmen der bundesweiten Verkehrssicherheitsaktion ‚Rot für Raser‘ kontrollierten die Einsatzkräfte zusammen mit dem Kommunalen Ordnungsdienst und der Verkehrsüberwachung insgesamt 112 Fahrzeuge und 245 Personen. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Bereich des Wallrings.

Die Beamten führten sowohl mobile Kontrollen als auch Kontrollen an drei festen Stellen am Ostwall, Königswall und in der Hörder Straße durch. Zusätzlich waren drei Messfahrzeuge – zwei der Verkehrsüberwachung und eines der Polizei – an insgesamt acht verschiedenen Messstellen im Einsatz und erfassten dabei 5.344 Fahrzeuge.

Den gravierendsten Geschwindigkeitsverstoß registrierten die Einsatzkräfte der Verkehrsüberwachung: Ein Autofahrer war mit 72 km/h in einer 30er-Zone unterwegs. Ein 54-jähriger Mann aus Hagen fiel ebenfalls durch überhöhte Geschwindigkeit auf – er fuhr 105 km/h statt der erlaubten 70 km/h, was ein Ordnungswidrigkeitenverfahren zur Folge hatte.

Besonders schwerwiegend waren die Fälle von drei Fahrern, die ihre Führerscheine vor Ort abgeben mussten. Sie stehen im Verdacht, an verbotenen Kraftfahrzeugrennen nach Paragraph 315d des Strafgesetzbuches teilgenommen zu haben. Die Polizei leitete entsprechende Strafverfahren ein. Ein weiterer Autofahrer musste seine Fahrt beenden, da er unter Alkoholeinfluss stand. Nach einer ärztlichen Blutentnahme setzte er seinen Weg zu Fuß fort.

Bei der technischen Überprüfung der Fahrzeuge stellten die Kontrolleure fünf Ordnungswidrigkeiten wegen technischer Mängel fest. Zwei Autos wurden sichergestellt, um entsprechende Gutachten erstellen zu lassen. Weitere 61 sonstige Verstöße ahndeten die Beamten wegen Rotlichtfahrten, Verstößen gegen die Gurtpflicht oder Missachtung der Vorfahrtsregelungen.

Der Kommunale Ordnungsdienst leitete insgesamt 54 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein, darunter 16 wegen Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung, acht wegen Betäubungsmitteln, drei wegen Verstößen gegen das Landesimmissionsschutzgesetz sowie wegen der Abgabe von Tabakwaren und Lachgas an Jugendliche. In vier Fällen benachrichtigten die Mitarbeiter die Erziehungsberechtigten.

Der sogenannte ‚Car-Friday‘ gilt als inoffizieller Saisonauftakt der Tuning-Szene und findet am Karfreitag statt. Im vergangenen Jahr 2025 stellte die Polizei NRW landesweit 2.384 verbotene Kraftfahrzeugrennen fest, die meisten davon im innerstädtischen Bereich. Stadt und Polizei Dortmund gehen nach eigenen Angaben ganzjährig konsequent gegen die Raser-, Poser- und illegale Tuningszene vor.