Wegen des Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung sitzt ein 45-jähriger Mann in Untersuchungshaft. Er soll am frühen Samstagmorgen, 4. April 2026, einen Brand in einer Tiefgarage im hannoverschen Stadtteil Nordstadt verursacht haben.
Gegen 3:50 Uhr bemerkten Zeugen das Feuer in der Tiefgarage in der Bodestraße. Im Untergeschoss des Parkhauses gerieten drei Fahrzeuge in Brand. Die Hitzeentwicklung und Rauchausbreitung waren so stark, dass in der darüberliegenden Etage mehrere Mülltonnen sowie eine DHL-Packstation beschädigt wurden. Die Feuerwehr schloss noch vor dem Eintreffen der Polizei das Brandschutztor zum Untergeschoss, um eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern. Verletzt wurde niemand.
Bereits in der Tatnacht kontrollierten Beamte den späteren Tatverdächtigen im unmittelbaren Umfeld des Parkhauses. Er hatte sich in engem zeitlichem Zusammenhang zur Brandentdeckung gegenüber der Tiefgarage aufgehalten. Da die Umstände zunächst nicht eindeutig waren, überprüften die Ermittler den Mann am Folgetag erneut. Dabei erhärtete sich aufgrund polizeilicher Indizien der Tatverdacht der vorsätzlichen Brandstiftung.
Der 45-Jährige ist der Polizei bereits bekannt und trat zuletzt im Januar und Februar dieses Jahres mit ähnlichen Delikten im Bereich der Polizeidirektion Braunschweig in Erscheinung. Den Ermittlern liegen Hinweise darauf vor, dass sich der Mann in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben könnte.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Hannover wurde der Tatverdächtige einem Haftrichter vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete. Eine im selben Gebäudekomplex untergebrachte Polizeidienststelle war von dem Brandgeschehen nicht betroffen. Die Brandermittlungen am Tatort sind noch nicht abgeschlossen.