Nach einer spektakulären Verfolgungsfahrt quer durch drei Autobahnen haben Polizeibeamte am Sonntagabend einen 35-jährigen Autofahrer in Frankfurt festgenommen. Der Mann war mit falschen Kennzeichen und einem stillgelegten Fahrzeug unterwegs und führte die Polizei über mehrere Kilometer in die Irre.
Gegen 22:15 Uhr fiel einer Streife auf der Autobahn A 66 ein Suzuki mit auffälligem Kennzeichen auf. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass das Nummernschild eigentlich auf ein BMW-Motorrad zugelassen ist. Als die Beamten zur Nachfahrt ansetzten, hatte der Fahrer bereits deutlich beschleunigt und war aufgrund der hohen Geschwindigkeit schwer einzuholen.
Die Verfolgung führte von der A 66 auf die A 661, wo auf Höhe der Anschlussstelle Heddernheim weitere Streifenwagen eintrafen. Trotz diverser Anhaltesignale missachtete der 35-Jährige alle Aufforderungen und gab stattdessen weiter Gas. An der Anschlussstelle Eckenheim bog er unmittelbar vor der baulichen Trennung der Fahrstreifen in die Abfahrt ein und raste mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Hügelstraße.
Dort vollzog der Suzuki-Fahrer eine Gefahrenbremsung und wollte offenbar auf der Fahrbahn wenden. Das Wendemanöver brach er jedoch ab, fuhr anschließend in Schlangenlinien und kam schließlich in einem Grünstreifen am rechten Fahrbahnrand zum Stehen. Der Mann verließ sein Fahrzeug und versuchte zu Fuß zu flüchten, wurde aber von den Beamten nach kurzer Verfolgung festgenommen.
Bei den weiteren Ermittlungen kam heraus, dass der Suzuki bereits seit Ende 2025 außer Betrieb gesetzt war. Im Fahrzeuginnenraum entdeckten die Polizisten diverse alkoholische Getränke sowie eine geringe Menge Betäubungsmittel. Ob der Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand, wird derzeit untersucht. Dazu wurde eine Blutprobe entnommen. Das Fahrzeug stellten die Beamten sicher und leiteten gegen den 35-Jährigen mehrere Strafverfahren ein.