Betrüger sprechen gezielt Senioren in Bückeburg an – Polizei warnt vor perfider Haustürmasche

(Symbolbild)

In Bückeburg haben unbekannte Männer in mehreren Fällen gezielt ältere Menschen auf der Straße angesprochen und anschließend betrogen. Die Täter gehen dabei äußerst geschickt vor und nutzen persönliche Informationen, um das Vertrauen ihrer Opfer zu erschleichen.

Die Betrüger sprechen ihre Opfer persönlich an und geben vor, diese oder deren Angehörige zu kennen. Durch gezielte Fragen etwa zum früheren Arbeitsplatz bauen sie Vertrauen auf. In mindestens einem Fall sprachen die Täter einen Geschädigten sogar mit seinem Namen an. Anschließend begleiten sie ihre Opfer bis zur Wohnadresse.

Dort angekommen bieten die Männer verschiedene Gegenstände wie Uhren, Schmuck oder Lederjacken zum Kauf an. Unter einem Vorwand, beispielsweise einer angeblichen Notlage, fordern sie Bargeld. Im Gegenzug lassen sie tatsächlich Gegenstände zurück, deren tatsächlicher Wert jedoch oftmals fraglich ist.

Die strafrechtliche Bewertung der Fälle gestaltet sich schwierig, da die Übergabe des Geldes freiwillig erfolgt und scheinbar ein Tauschgeschäft vorliegt. Die Polizei geht dennoch davon aus, dass es sich um eine gezielte Betrugsmasche handelt. Die Ermittler haben die Ermittlungen aufgenommen und prüfen die sichergestellten Gegenstände.

Die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg warnt eindringlich vor dieser perfiden Vorgehensweise. Bürger sollen misstrauisch sein, wenn unbekannte Personen sie auf der Straße ansprechen und persönliche Informationen kennen oder erfragen. Fremde Personen sollten nicht in die Wohnung gelassen werden. Zudem rät die Polizei, keine Gegenstände an der Haustür oder aus spontanen Situationen heraus zu kaufen und kein Bargeld an Unbekannte zu übergeben – auch nicht bei vermeintlichen Notlagen. Im Zweifel sollten Angehörige oder die Polizei hinzugezogen werden.

Angehörige werden gebeten, insbesondere ältere Familienmitglieder für diese Masche zu sensibilisieren. Wer entsprechende Beobachtungen gemacht hat oder selbst betroffen ist, soll sich bei der Polizei melden.