Nach erneuten Steinwürfen von einer Fußgängerbrücke in Krefeld hat die Polizei drei Kinder im Alter von zehn und elf Jahren sowie einen 25-jährigen Mann als Verdächtige ermittelt. Die Gruppe hatte sich am Montagabend auf der Brücke am Charlottering aufgehalten, als die Windschutzscheibe eines Tesla durch geworfene Gegenstände zu Bruch ging.
Der Vorfall ereignete sich am 6. April 2026 um 20 Uhr auf der Brücke, die die Breslauer und die Neukirchener Straße miteinander verbindet. Der 35-jährige Fahrer aus Duisburg hatte mehrere Personen auf der Brücke bemerkt, bevor seine Windschutzscheibe beschädigt wurde. Er alarmierte daraufhin die Polizei.
Die Beamten leiteten sofort eine Fahndung ein und werteten die Videoaufnahmen der Auto-Dashcam aus dem Tesla aus. Zusätzlich halfen mehrere Zeugenaussagen bei der Identifizierung der Verdächtigen. Durch diese Kombination aus technischen Beweismitteln und Zeugenberichten konnten die Ermittler die vier Personen ausfindig machen.
Die Brücke am Charlottering war bereits in der jüngeren Vergangenheit Schauplatz ähnlicher Vorfälle gewesen. Schon in der zweiten Märzhälfte hatte es dort drei weitere Taten gegeben, bei denen Personen Steine oder andere Gegenstände auf darunter herfahrende Autos geworfen hatten.
Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Dabei soll geklärt werden, wer von den vier Verdächtigen tatsächlich Gegenstände heruntergeworfen hat, bei welchen Würfen Autos zu Schaden gekommen sind und ob ein Zusammenhang zu den drei Taten aus dem März besteht.