Im Wangerland haben sich unbekannte Betrüger am 7. und 8. April 2026 als Polizeibeamte ausgegeben und zahlreiche Menschen angerufen. Die Täter zielten vor allem auf ältere Mitbürger ab und versuchten, an Informationen über deren Wertgegenstände zu gelangen.
Die falschen Polizisten berichteten am Telefon von angeblichen Festnahmen in der Nähe der Wohnadressen der Angerufenen. Anschließend fragten sie gezielt nach Wertgegenständen in den Wohnungen oder Häusern. Besonders perfide: Die Betrüger banden persönliche Informationen wie verstorbene Ehepartner in die Gespräche ein, um den Eindruck einer echten polizeilichen Kontaktaufnahme zu verstärken.
Mehrere Angerufene reagierten jedoch umsichtig und durchschauten den Betrug. Eine 88-jährige Frau aus Hooksiel äußerte Zweifel an der Echtheit des Anrufers und legte auf. Eine 57-jährige Frau aus Tettens wies den Anrufer darauf hin, dass es keinen entsprechenden Polizeibeamten gebe, und beendete ebenfalls das Telefonat.
Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet und weist ausdrücklich darauf hin, dass echte Polizeibeamte am Telefon niemals nach Wertgegenständen oder Bargeld fragen. Die Beamten raten zu Misstrauen bei unerwarteten Anrufen, insbesondere wenn Druck aufgebaut wird. Bürger sollen keine persönlichen Daten oder Informationen zu Vermögenswerten preisgeben und verdächtige Gespräche sofort beenden. Im Zweifel sollten sie selbstständig die örtliche Polizeidienststelle unter der bekannten Rufnummer kontaktieren und mit Angehörigen oder Vertrauenspersonen über entsprechende Anrufe sprechen.
Zeugen oder weitere Geschädigte werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland unter der Telefonnummer 04421 942-104 zu melden.