Breisach: Verladekran nach schwerem Arbeitsunfall erfolgreich aus dem Rhein geborgen

(Symbolbild)

Der Verladekran, der am Mittwochvormittag bei einem schweren Arbeitsunfall in den Rhein gestürzt war, konnte in der Nacht zu Donnerstag erfolgreich aus dem Hafenbecken in Breisach am Rhein gehoben werden. Unter der Koordination von drei Spezialfirmen verliefen die Bergungsarbeiten ohne Zwischenfälle.

Bei dem ursprünglichen Unfall am Mittwoch gegen 10 Uhr waren zwei Mitarbeiter einer Spezialfirma leicht verletzt worden. Sie befanden sich auf einem Hubsteiger und führten Demontagearbeiten an einem alten Verladekran durch, als dieser aus bislang ungeklärter Ursache ins Wanken geriet und in den Rhein stürzte. Der Kran riss dabei den Hubsteiger mit sich, der dadurch auf dem Festland umkippte.

Dramatisch wurde die Situation, als der zum Unfallzeitpunkt ausgefahrene Arbeitskorb in das Hafenbecken gedrückt und unter die Wasseroberfläche gezogen wurde. Die beiden im Korb gesicherten Männer gerieten unter Wasser, konnten sich jedoch eigenständig aus ihren Sicherungen befreien. Während sich einer der Verunfallten selbstständig an Land bringen konnte, wurde sein Kollege von einem aufmerksamen Zeugen aus dem Rhein gerettet.

Beide Arbeiter wurden mit leichten Verletzungen zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus transportiert. Ein zur Sicherung des alten Verladekrans aufgestellter Autokran geriet bei dem Vorfall ebenfalls in Schräglage, stürzte jedoch nicht in das Hafenbecken.

Die Freiwillige Feuerwehr Breisach errichtete vorsorglich eine Ölsperre rund um die Unfallstelle, um eine Gefährdung der Umwelt auszuschließen. Eine Gefahr für die Bevölkerung oder das Ökosystem besteht nicht. Nach aktuellem Kenntnisstand sind keine Betriebsstoffe in den Rhein ausgetreten.

Der Schiffsverkehr konnte die Unfallstelle weiterhin passieren. Die Wasserschutzpolizei Vogelgrun kennzeichnete den betroffenen Bereich zur Absicherung entsprechend mit Warnzeichen. Die Ermittlungen zur Unfallursache und zur Höhe des entstandenen Sachschadens dauern an.