Die Bundespolizei hat am Donnerstagnachmittag einen 40-jährigen rumänischen Staatsangehörigen am Göttinger Bahnhof festgenommen, nachdem er versucht hatte, ein hochwertiges Elektrofahrrad zu stehlen. Der Mann wurde aufgrund eines bereits bestehenden Haftbefehls in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Gegen 17 Uhr versuchte der 40-Jährige bei den Fahrradständern am Göttinger Bahnhof, ein hochwertiges Elektrofahrrad mithilfe von Werkzeug zu entwenden. Aufmerksame Zeugen störten den Dieb und wählten den Notruf der Polizei. Der Täter ließ daraufhin von seinem Vorhaben ab und floh vom Tatort. Die Bundespolizei in Göttingen wurde umgehend alarmiert.
Mithilfe der modernen Videoüberwachungsanlage im Bahnhof konnten die Beamten der Bundespolizeiinspektion Hannover den Fluchtweg des Diebes verfolgen. Die Auswertung des Videomaterials zeigte, dass der Mann nach der Tat das Tatwerkzeug auf einem Bahnsteig versteckte und die Oberbekleidung wechselte.
Bei der Festnahme führten die Bundespolizisten eine gemeinsame Fahndung mit der Polizei Göttingen durch. Bei der Überprüfung seiner Identität stellten die Beamten einen bestehenden Haftbefehl der Justizbehörden fest. Nach dem 40-Jährigen wurde bereits mit einem Vollstreckungshaftbefehl wegen eines versuchten Diebstahls aus 2024 gefahndet.
Da er den haftbefreienden Betrag von 1200 Euro nicht aufbringen konnte, wurde der Rumäne in die nächstgelegene Justizvollzugsanstalt zur Verbüßung einer 30-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe eingeliefert. Zusätzlich muss er sich wegen des versuchten besonders schweren Falls des Diebstahls vor der Justiz verantworten. Die Ermittlungen in dem Verfahren werden von der örtlich zuständigen Polizeiinspektion Göttingen und der dortigen speziellen Sonderkommission geführt.