Bremer Polizei führt 40 Blutentnahmen bei Drogenkontrollen durch – Ein Fahrer flüchtet

(Symbolbild)

Bei umfangreichen Verkehrskontrollen in Bremen haben Polizeibeamte innerhalb von zwei Tagen 40 Blutentnahmen wegen des Verdachts auf Drogenfahrten durchgeführt. Die Kontrollen fanden am 8. und 9. April jeweils zwischen 12 und 17 Uhr in der Nordstraße in Walle sowie am Autobahnzubringer Hemelingen statt.

Im Rahmen einer Aus- und Fortbildung zur Drogenerkennung im Straßenverkehr überprüften die Einsatzkräfte insgesamt 412 Fahrzeuge und 514 Personen. Unterstützung erhielten sie dabei von Polizeistudenten, vom Zoll und der Landeshauptkasse Bremen. Die Beamten stellten zahlreiche Verstöße fest, darunter mehrere Fälle von Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Von den 40 durchgeführten Blutentnahmen erfolgten lediglich zwei aufgrund von Alkoholeinfluss. Die übrigen Tests wurden wegen des Verdachts auf Beeinflussung durch THC, Amphetamin oder Kokain angeordnet.

Besonders auffällig wurde ein Kraftfahrer, der sich der Kontrolle durch Flucht zu entziehen suchte. Ein unmittelbar nachsetzendes Polizeifahrzeug konnte ihn jedoch stoppen und zurück zur Kontrollstelle bringen. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass dem Mann in der Vergangenheit aufgrund übermäßigen Drogenkonsums die Fahrerlaubnis entzogen worden war. Der aktuelle Test bestätigte erneut eine Beeinflussung durch Cannabis. Gegen ihn wurden Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie der Fahrt unter Rauschmitteln eingeleitet.

Neben den Drogendelikten ahndete der Zoll Kfz-Steuervergehen und beschlagnahmte 4700 gefälschte Zigaretten. Die Landeshauptkasse vollstreckte offene Forderungen verschiedener Behörden.

Die Polizei Bremen bezeichnet die hohe Anzahl von 40 Blutentnahmen als erschreckend und unterstreicht damit die Bedeutung der Drogenerkennung, deren Ausbildung und entsprechender Kontrollschwerpunkte für die Verkehrssicherheit. Weitere Kontrollen für die Sicherheit im Straßenverkehr wurden angekündigt.