Die aktuelle Dürremonitor-Karte des UFZ Helmholtz-Zentrums zeigt zum 8. April 2026 ein besorgniserregendes Bild: Weite Teile Ostdeutschlands leiden unter außergewöhnlicher Dürre, während der Westen noch relativ glimpflich davonkommt.

Besonders dramatisch ist die Lage in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen. Hier zeigen sich großflächig dunkelrote Areale im Soil Moisture Index – ein Zeichen für außergewöhnliche Dürre in den Böden. Auch Teile Bayerns, vor allem im Osten des Freistaats, sind stark betroffen. In Mecklenburg-Vorpommern und im südlichen Baden-Württemberg herrschen ebenfalls kritische Bedingungen. Deutlich entspannter zeigt sich dagegen die Situation im Westen: Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Teile von Rheinland-Pfalz weisen noch ausreichende Bodenfeuchte auf.
Die geringen Niederschläge der vergangenen Woche – im Deutschlandschnitt nur 2,1 Millimeter – verstärken die bereits angespannte Situation. Auch die für die nächsten drei Tage prognostizierten 3,9 Millimeter Niederschlag werden kaum Entlastung bringen. An der Dürresituation ändert auch der angekündigte Schneefall für Sachsen wenig – denn Schneeschmelze erfolgt langsam und gefrorene Böden können das Schmelzwasser oft nicht sofort aufnehmen. Zudem reichen kurzfristige Niederschläge nicht aus, um die tieferen Bodenschichten zu durchfeuchten, die für die Wasserversorgung der Vegetation entscheidend sind.
Für die Landwirtschaft bedeutet diese Entwicklung erhebliche Probleme: Aussaat und Frühjahrsbestellung werden erschwert, während die Wasserversorgung der Kulturpflanzen bereits jetzt kritisch ist. Auch die Natur leidet unter der Trockenheit – Wälder und Gewässer sind stark belastet. Kommunale Wasserversorger in den betroffenen Regionen müssen ihre Reserven im Blick behalten.
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