Polizei entdeckt Cannabis-Plantage mit 600 Pflanzen nach Hilferuf eines Bürgers in Dortmund

(Symbolbild)

Ein Hilferuf eines besorgten Bürgers führte die Dortmunder Polizei zu einer professionellen Cannabis-Plantage mit insgesamt 600 Pflanzen in einem Mehrfamilienhaus in Dortmund-Brünninghausen. Am Mittwochabend des 1. April um 22:03 Uhr erschien ein Mann auf der Wache in Hombruch und bat um Hilfe, da eine Bekannte ihm trotz vorheriger Kontaktaufnahme nicht die Tür öffnete.

Die Einsatzkräfte begaben sich daraufhin zur Hagener Straße und machten dort eine erstaunliche Entdeckung. Bei ihrer Ankunft stellten sie fest, dass alle Außenrollos im Erdgeschoss heruntergelassen waren. Ein Blick darunter zeigte gekippte Fenster, die von innen mit Spanplatten verdeckt waren und den Blick ins Innere erschwerten. An einem Fenster erkannten die Beamten einen sich bewegenden Zweig, obwohl Windstille herrschte. Warme Luft strömte durch das gekippte Fenster aus der Wohnung nach außen.

Im Hausflur des Mehrfamilienhauses stieg den Einsatzkräften sofort ein süßlicher Cannabisgeruch in die Nase. Aufgrund der Gesamtumstände, die auf größere Mengen Betäubungsmittel in einer Erdgeschosswohnung hindeuteten, beantragten die Beamten einen Durchsuchungsbeschluss bei der Staatsanwaltschaft.

Gemeinsam mit Unterstützungskräften klingelten sie an der Wohnungstür des 38-jährigen Tatverdächtigen. Da niemand öffnete, betraten die Beamten die Wohnung über eine offene Terrassentür. Dort fanden sie eine professionelle Cannabis-Plantage mit 300 Pflanzen. Da auch im Obergeschoss alle Fenster verdunkelt und gekippt waren, beantragten die Beamten einen weiteren Durchsuchungsbeschluss für die oberen Wohnungen. Dort stießen sie auf eine zweite Cannabis-Plantage mit weiteren 300 Pflanzen.

In einer benachbarten Wohnung trafen die Einsatzkräfte die vermisste 51-jährige Frau schlafend und unverletzt an. Alle Cannabis-Pflanzen wurden sichergestellt und die Kriminalwache versiegelte sämtliche Wohnungstüren.

Gegen den 38-jährigen Mieter leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Cannabisanbaus ein. Ob die 51-Jährige als Mittäterin in Betracht kommt und ob weitere Mittäter beteiligt sind, ist derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen.