In einem Hotel in Hemmingen hat die Polizei am Freitag, 10. April 2026, einen 39 Jahre alten Mann durch Schusswaffengebrauch gestoppt. Der in einem psychischen Ausnahmezustand befindliche Randalierer bedrohte sich selbst und die Einsatzkräfte mit einem scharfen Gegenstand. Ein Beamter des Landeskriminalamtes (LKA) Niedersachsen gab den entscheidenden Schuss ab und verletzte den Mann schwer. Lebensgefahr besteht nicht.
Die Beamten erhielten am späten Freitagabend gegen 22:15 Uhr den Notruf aus einem Hotelbetrieb in der Dorfstraße im Hemminger Ortsteil Westerfeld. Der 39-Jährige hatte zuvor ein Zimmer bezogen und randalierte dort. Er setzte selbst den Notruf ab. Als der erste Funkstreifenwagen eintraf, befand sich der Mann in seinem Hotelzimmer und bedrohte sich wiederholt mit einem scharfen Gegenstand selbst.
Weitere Einsatzkräfte, darunter Beamte des LKA, versuchten die Situation zu beruhigen. Der Mann zeigte sich jedoch hochaggressiv und ging mit dem Gegenstand in der Hand immer wieder auf die Polizisten zu. Trotz eines Warnschusses setzte der 39-Jährige sein bedrohliches Verhalten fort. Daraufhin gab ein LKA-Beamter einen gezielten Schuss auf den Randalierer ab und traf ihn. Da auch dies den Mann nicht zur Aufgabe bewegte, setzten die Spezialkräfte zusätzlich einen Taser ein.
Unmittelbar nach der Schussabgabe leisteten die Beamten Erste Hilfe und nahmen den Mann fest. Der Rettungsdienst brachte den Verletzten in ein Krankenhaus, wo er sich in einem stabilen Zustand befindet. Der Kriminaldauerdienst Hannover übernahm die Ermittlungen und führte eine spezialisierte Tatortaufnahme durch. Gegen den 39-Jährigen wird wegen Bedrohung ermittelt.