Extreme Dürre im Osten Deutschlands – Brandenburg und Sachsen besonders betroffen

Deutschland kämpft weiterhin mit einer dramatischen Dürresituation: Der aktuelle UFZ-Dürremonitor zeigt für den 10. April 2026 eine erschreckende Verteilung der Bodenfeuchte. Während der Westen noch teilweise gelb bis orange eingefärbt ist, leiden große Teile von Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unter extremer Dürre.

Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders dramatisch ist die Lage in Brandenburg, wo weite Gebiete tiefrot markiert sind – ein Zeichen für außergewöhnliche Dürre. Auch in Sachsen und dem südlichen Sachsen-Anhalt herrschen kritische Bedingungen. Im Gegensatz dazu zeigen sich Nordrhein-Westfalen und Teile Niedersachsens noch in gelben Tönen, was auf eine etwas bessere Bodenfeuchtesituation hindeutet.

An der kritischen Dürresituation ändern auch die geringen Niederschläge der vergangenen Woche wenig: Mit nur 4,3 Millimeter im deutschlandweiten Durchschnitt war die letzte Woche viel zu trocken. Besonders dramatisch zeigt sich die Lage in Brandenburg mit nur 0,4 Millimeter Regen in sieben Tagen. Auch die angekündigten 6,7 Millimeter Niederschlag für die kommenden drei Tage werden die tieferliegenden Bodenschichten nicht erreichen – diese kurzzeitigen Regenschauer versickern meist nur oberflächlich und helfen den ausgetrockneten Böden in ein bis zwei Metern Tiefe nicht.

Für die Landwirtschaft bedeutet diese Situation eine ernste Bedrohung: Die Aussaat von Sommergetreide wird erschwert, und bereits gesäte Kulturen leiden unter der extremen Trockenheit. Besonders betroffen sind die östlichen Bundesländer, wo viele Ackerflächen unter der anhaltenden Dürre leiden. Auch die Wasserversorgung in den betroffenen Regionen steht vor großen Herausforderungen, da die Grundwasserstände weiter sinken.

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Dürreberichte nach Bundesland