Kokainfahrt, missglücktes Böller-Experiment und Randalier: Polizeieinsätze im Landkreis Sigmaringen

(Symbolbild)

Gleich mehrere außergewöhnliche Einsätze beschäftigten die Polizei im Landkreis Sigmaringen am vergangenen Wochenende. Ein 37-Jähriger wurde unter Kokaineinfluss am Steuer erwischt, ein 14-Jähriger verursachte mit einem Böller-Experiment beinahe einen Wohnungsbrand und ein 38-Jähriger randalierte in psychischem Ausnahmezustand.

Am frühen Montagmorgen stoppten Beamte des Polizeireviers Sigmaringen einen 37-jährigen Autofahrer im Stadtgebiet. Bei der Verkehrskontrolle ergaben sich Anzeichen auf Betäubungsmitteleinfluss. Ein Vortest bestätigte den Verdacht und schlug positiv auf Kokain an. Der Mann musste die Polizisten zur Entnahme einer Blutprobe in eine Klinik begleiten und durfte nicht weiterfahren. Ihm drohen nun ein empfindliches Bußgeld, ein mehrwöchiges Fahrverbot und Punkte im Verkehrssünderregister.

Für einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei sorgte am Sonntag gegen 22 Uhr ein misslungenes Experiment eines 14-Jährigen in der Konviktstraße. Der Jugendliche versuchte in seinem Zimmer in einem Wohnhaus, einen Böller zu zünden. Dafür nutzte er ein Metallteil, das er in ein offenliegendes Stromkabel eines Elektrogeräts steckte. Der Funke sprang über und zündete die Zündschnur des Silvesterböllers. Überrascht warf der Junge den Böller in einen Papierkorb, wo dieser explodierte und den Eimer in Brand setzte.

Geistesgegenwärtig löschte der 14-Jährige die Flammen sofort mit einer Decke und erstickte den Brand im Keim. Durch die Rauchentwicklung lösten jedoch die installierten Brandmelder aus und alarmierten die Freiwillige Feuerwehr, die mit vier Fahrzeugen anrückte. Die Bewohner mussten das Haus kurzzeitig verlassen, konnten aber wenig später in die Wohnräume zurückkehren. Niemand wurde verletzt, der Sachschaden an dem Plastikmülleimer fiel gering aus. Die Polizei ermittelt gegen den Jugendlichen wegen fahrlässiger Brandstiftung.

In einer Fachklinik und mit mehreren Strafanzeigen endete die Nacht von Samstag auf Sonntag für einen 38-Jährigen aus Meßkirch, der sich in einem psychischen Ausnahmezustand befand. Gegen 3 Uhr alarmierten Passanten die Beamte des Polizeireviers Sigmaringen, weil der deutlich alkoholisierte Mann im Stadtgebiet Menschen angepöbelt hatte. Die Polizisten erteilten ihm einen Platzverweis.

Gegen 5 Uhr wurden die Beamten erneut gerufen: Der 38-Jährige hatte in Menningen die Scheiben eines geparkten Fahrzeugs mit einem Stein eingeschlagen und dabei die aus dem Schlaf gerissenen Besitzer beleidigt und bedroht. Aufgrund seines psychisch auffälligen Zustands brachten die Polizisten den Mann in eine Fachklinik. Er muss sich nun wegen Sachbeschädigung, Bedrohung und Beleidigung vor der Staatsanwaltschaft verantworten.