Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 7 im Bereich der Anschlussstelle Seesen sind am Sonntag zwei Menschen verletzt worden. Der Unfall ereignete sich am 12. April 2026 gegen 17:30 Uhr und führte zu einer stundenlangen Vollsperrung der Autobahn.
Ein 22-jähriger VW-Fahrer aus Kassel fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf dem zweiten Überholfahrstreifen, gefolgt von einem 52-jährigen KIA-Fahrer aus Königsstein im Taunus. Der junge Mann wechselte zunächst auf den ersten Überholfahrstreifen, um dem älteren Fahrer das Überholen zu ermöglichen.
Gleichzeitig wechselte jedoch ein bislang unbekannter Fahrer eines dunklen VW vom Hauptfahrstreifen ebenfalls auf den ersten Überholfahrstreifen. Um eine Kollision mit diesem zu verhindern, wechselte der 22-Jährige wieder zurück auf den zweiten Überholfahrstreifen – direkt neben den 52-Jährigen, der sich bereits im Überholvorgang befand.
Beim Zusammenstoß zwischen dem VW und dem KIA verloren beide Fahrer die Kontrolle über ihre Fahrzeuge und gerieten ins Schleudern. Während der 22-Jährige auf dem zweiten Überholfahrstreifen zum Stehen kam, durchbrach der 52-Jährige die Außenschutzplanke, überschlug sich mehrfach und stürzte einen etwa 20 Meter tiefen Abhang hinunter.
Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehren aus Rhüden und Seesen bargen den schwer zugänglichen Verunglückten mit schwerem hydraulischem Rettungsgerät. Beide Unfallbeteiligte wurden mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser transportiert.
Neben den Rettungskräften und Feuerwehren waren auch Einsatzkräfte der Polizei Hildesheim und Bad Salzdetfurth vor Ort. Die A7 musste zwischen den Anschlussstellen Seesen und Rhüden bis 22:00 Uhr vollständig gesperrt werden. Grund waren neben den aufwendigen Rettungsarbeiten auch umfangreiche Reinigungs- und Bergungsarbeiten. Ein Bergungsunternehmen transportierte beide Fahrzeuge ab.
Der unbekannte Fahrer des dunklen VW, der den Unfall mitverursacht hatte, entfernte sich unerlaubt vom Unfallort.