Gleich zwei ungewöhnliche Polizeieinsätze beschäftigten die Beamten des Polizeireviers Sigmaringen am Sonntag: Ein 89-jähriger Autofahrer fuhr in der Fürst-Wilhelm-Straße entgegen der Fahrtrichtung und in Schlangenlinien frontal auf einen Streifenwagen zu – und in einer Ferienwohnung trafen Ermittler eine 54-Jährige an, die illegal der Prostitution nachging.
Den Zusammenstoß mit dem Streifenwagen verhinderten die Polizisten gerade noch rechtzeitig, indem sie den Senior stoppten, bevor es zur Kollision kam. Der 89-Jährige wirkte dabei verwirrt und roch nach Alkohol. Einen Atemalkoholvortest konnte er nicht durchführen, weshalb er in einer Klinik eine Blutprobe abgeben musste. Die Weiterfahrt untersagten ihm die Beamten. Auf den Mann kommen nun sowohl strafrechtliche als auch führerscheinrechtliche Konsequenzen zu.
Im zweiten Fall rückte die Polizei nach einem Hinweis zu einer Ferienwohnung in Sigmaringen aus und traf dort eine 54-jährige Ausländerin an. Die Frau konnte keine Erlaubnis für ihre Tätigkeit vorweisen – was ohnehin bedeutungslos gewesen wäre, denn in Gemeinden mit weniger als 35.000 Einwohnern ist Prostitution grundsätzlich verboten. Wegen des Verdachts der verbotenen Prostitution erstattet die Polizei Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Da die Ermittler von einem beharrlichen Vorgehen der 54-Jährigen ausgehen, musste die Frau zur Sicherung des Strafverfahrens eine Sicherheitsleistung in Höhe von mehreren hundert Euro hinterlegen. Außerdem untersagten ihr die Beamten, ihrer Tätigkeit weiter nachzugehen.