Thüringer Polizei zieht Bilanz zum Jahreswechsel 2025/2026

Der Jahreswechsel stellte die Thüringer Polizei wie gewohnt vor viele Aufgaben. Um einen sicheren Verlauf zu gewährleisten, setzte die Landespolizeidirektion landesweit mehr Kräfte ein. Insgesamt blieb das Einsatzaufkommen in der Silvesternacht 2025/2026 dem Vorjahr vergleichbar. Trotz widriger Witterung gab es ein relativ hohes Publikumsaufkommen, und viele Menschen gönnten sich Alkohol, was in einigen Fällen zu unsachgemäßem Pyrotechnikgebrauch, Auseinandersetzungen und Bränden führte.

Stand 1. Januar 2026, 04:00 Uhr, registrierte die Thüringer Polizei im Zeitraum von 18:00 Uhr bis 04:00 Uhr folgende Zahlen: 60 Körperverletzungsdelikte; 108 Verstöße beim Gebrauch von Pyrotechnik; 25 Sachbeschädigungen; 80 Brände (auch im Zusammenhang mit Pyrotechnik); 10 Verkehrsdelikte (Fahruntüchtigkeit infolge Alkohol- oder Betäubungsmittelkonsum); 2 Widerstandshandlungen (drei verletzte Polizeibeamte). Es handelt sich bei diesen Angaben um vorläufige und unbewertete Zahlen aus dem Erfassungszeitraum.

In Jena detonierte ein Feuerwerkskörper in der Hand eines 17-Jährigen. Er erlit dort Verletzungen und befindet sich medizinisch in Behandlung. Nach dem aktuellen Kenntnisstand kann Fremdverschulden ausgeschlossen werden.

In Weimar nutzten zwei Tatverdächtige (männlich und weiblich) die Silvesternacht, um einen Zigarettenautomaten aufzusprengen und sich des Inhaltes zu bemächtigen. Durch den sofortigen Einsatz mehrerer Streifenwagen und eines Polizeihubschraubers wurden die Tatverdächtigen mit dem Beutegut in einer nahegelegenen Kleingartenanlage gestellt.

Neben zahlreichen Kleinbränden in der ganzen Region geriet der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses am Erfurter Domplatz in Brand. Der Brand breitete sich auch auf zwei Nachbargebäude aus. Die Löscharbeiten der Feuerwehr dauern an. Verletzt wurde niemand. Es entstand hoher Sachschaden.

Trotz der arbeitsintensiven Silvesternacht zieht die Polizei ein positives Fazit, wenngleich es auch in den eigenen Reihen verletzte Polizeibeamte gab.