Zum Jahreswechsel 2025/2026 zieht die Feuerwehr Bremen gemeinsam mit dem Stadtbremischen Rettungsdienst eine Bilanz. Im Vorfeld stand eine Erhöhung der Einsatzkräfte- und Einsatzmittelvorhaltung fest. Dazu gehörte die Einrichtung eines Leitungs- und Koordinierungsstabes, die Verstärkung der Personalstärke in der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle, die Indienststellung zusätzlicher Führungsdienste der Berufsfeuerwehr sowie weiterer Einheiten. Zudem waren alle 19 Freiwilligen Feuerwehren einsatzbereit, eine Brandsicherheitswache im Rathaus geplant und die Einsatzmittelvorhaltung im Rettungsdienst erhöht worden.
Bereits um 07:34 Uhr brannte eine elektrische Anlage im Keller eines Jugendzentrums in der Waller Heerstraße in Bremen-Walle. 10 Bewohner des Zentrums konnten sich vor Eintreffen der Einsatzkräfte selbst in Sicherheit bringen. Mit zwei Trupps unter Atemschutz wurde der Brand rasch gelöscht. Wegen Verrauchung waren umfangreiche Lüftungsmaßnahmen erforderlich. Verletzt wurde niemand.
Im weiteren Verlauf des Silvestertages kam es immer wieder zu kleineren Einsätzen, vornehmlich Brände von Müllbehältern oder Containern. Um 18:33 Uhr brannte es in der Heizungsanlage eines Einfamilienhauses in der Borchshöher Straße in Bremen-Vegesack. Auch dieser Brand konnte durch einen Trupp unter Atemschutz schnell gelöscht werden. Nachdem der Keller gelüftet worden war, konnte das Haus wieder an die Bewohner übergeben werden.
Um 18:45 Uhr kam es zu einem Brand auf einem Balkon im dritten Obergeschoss eines sechs-geschossigen Wohngebäudes in der Konsul-Smidt-Straße in der Bremer Überseestadt. Zur Brandbekämpfung wurden jeweils ein Trupp unter Atemschutz im Innenangriff und über eine Drehleiter im Außenangriff eingesetzt. Der Brand blieb auf den Balkon beschränkt. Die angrenzende Wohnung war leicht verraucht. Personen wurden nicht verletzt.
Je näher der Jahreswechsel rückte, stieg die Zahl der 112-Notrufe. Dank der geplanten Aufstockung des Personals konnten diese aber schnell bearbeitet und disponiert werden.
Wie in den vergangenen Jahren waren auch bei diesem Jahreswechsel keine größeren Schadenslagen zu bewältigen. So waren in der Zeit von 18:00 Uhr bis 06:00 Uhr rund 400 112-Notrufe zu bearbeiten, mit einem deutlichen Anstieg in der Zeit von 00:00 Uhr bis 02:00 Uhr. Der Rettungsdienst war in diesem Zeitraum ähnlich belastet wie im Vorjahr. Es mussten 143 Rettungsdiensteinsätze bewältigt werden. Durch unsachgemäße Verwendung von Silvesterfeuerwerk wurden wieder Personen zum Teil erheblich verletzt. Mit 100 Einsätzen im Lösch- und Hilfeleistungsdienst lag die Anzahl auf dem Niveau des Vorjahres. Hier gab es das für einen Jahreswechsel typische Einsatzspektrum mit brennenden Müllbehältern, PKW-Bränden, Balkon- und Fassadenbränden sowie ausgelösten automatischen Brandmeldeanlagen.
Die Feuerwehr Bremen wünscht allen Bremerinnen und Bremern ein frohes, gesundes und sicheres neues Jahr!