In der einsatzstärksten Nacht des Jahres zählte die Branddirektion Frankfurt am Main von 19 Uhr bis 6 Uhr insgesamt 555 Einsätze. Davon waren 166 Brände, 11 Hilfeleistungen und 269 Einsätze im Rettungsdienst.
Zum Jahreswechsel 2024/2025 waren es zwischen 20 Uhr und 6 Uhr noch 499 Einsätze – 245 Rettungsdiensteinsätze, 167 Brände und 15 Hilfeleistungen.
Die Zahlen im Rettungsdienst stiegen weiter an, bei der Feuerwehr blieb es nahezu gleich; größere Einsätze gab es nicht.
Wie in den Vorjahren kam es zu größeren Menschenansammlungen in Bereichen wie Römerberg, Opernplatz, Hauptwache, Zeil und am Mainufer. Tagsüber war es ruhig, ab 20 Uhr stieg der silvesterbedingte Anstieg durch Feuerwerk, Rauch und Brände. Bis Mitternacht mussten 29 Brandeinsätze bearbeitet werden; zwischen Mitternacht und 2 Uhr waren es 135 Brandeinsätze.
Die Feuerwehr war vor allem mit vielen kleinen Bränden beschäftigt: Papierkörbe, Müllbehälter, Altkleidercontainer, Unrat, Gestrüpp oder Hecken wurden am häufigsten gelöscht. 127 Einsätze konnten mit geringer Mannstärke bewältigt werden; 18 Einsätze erforderten ein größeres Kräfteaufgebot, zudem hatten 21 automatische Brandmeldeanlagen ausgelöst.
Die größten Brände waren vier Balkone in den Stadtteilen Schwanheim, Bornheim, Frankfurter Berg und Praunheim. Übergreifen auf Wohnungen konnte durch frühes Eingreifen verhindert werden.
Vereinzelt kam es zu Brandserien oder mehreren Brandereignissen auf engem Raum. An einigen Stellen wurde Unrat aufgestapelt, sodass Rettung nur gemeinsam mit der Polizei möglich war. Leider kam es auch zu Angriffen auf Rettungskräfte; ein Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes wurde angegriffen und beschädigt, ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes verletzt. Mehrfach wurden Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern beschossen.
Im Rettungsdienst lag die Hauptauslastung ab 23 Uhr, mit Schwerpunkt gegen 1 Uhr morgens. Die Einsätze verteilten sich über die ganze Stadt; es handelte sich überwiegend um chirurgische Verletzungen sowie medizinische Notfälle im Zusammenhang mit Alkohol, hilflose Personen und Verletzungen durch Pfefferspray.
Die Vorplanung der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Hilfsorganisationen erwies sich als passend. Die Zentrale Leitstelle erhöhte die Personalvorhaltung von 20 auf 26 Mitarbeitende. Auf den Feuerwachen wurden zusätzliche Einsatzführungsdienste vorgehalten. Um Verfügbarkeit von Löschwasser, Atemschutzausstattung und Gerätschaften zu erhöhen, wurde eine feste Besetzung von Sonderfahrzeugen durchgeführt. Zudem wurden zwei zusätzliche Rettungswagen in Dienst gestellt. Auch die Rettungsdienstorganisationen stellten mehr Einsatzmittel bereit. Auf dem Main wurde die Wasserrettung durch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft mit zwei Einsatzbooten und durch die Feuerwehr mit einem Rettungsschnellboot sichergestellt. Durch die Freiwilligen Feuerwehren wurde am Standort eine Alarmbereitschaft aufrechterhalten, um bei Einsätzen schnell ausrücken zu können. Die erhöhte Vorhaltung ermöglichte es, an vielen Einsatzstellen verzögerungsfrei vor Ort zu sein. Verkehrsbehinderungen gab es kurz vor Mitternacht und um 1 Uhr über die Mainbrücken; zeitweise war eine Überquerung des Flusses nicht möglich.
Zahl der Einsätze der Vorjahre in der Sonderbetriebsphase Silvester: 2022/2023 von 20 bis 5 Uhr: 232 Rettungsdienst- und 146 Feuerwehreinsätze; 2023/2024 von 20 bis 5 Uhr: 216 Rettungsdienst- und 165 Feuerwehreinsätze; 2024/2025 von 20 bis 6 Uhr: 245 Rettungsdienst- und 182 Feuerwehreinsätze (167 Brände und 15 Hilfeleistungen); 2025/2026 von 19 bis 6 Uhr: 269 Rettungsdienst- und 177 Feuerwehreinsätze (166 Brände und 11 Hilfeleistungen).