Einsatzbilanz zum Jahreswechsel: Feuerwehr und Rettungsdienst Dresden ziehen Bilanz

© Feuerwehr Dresden Der Balkonbrand war beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bereits im Begriff auf die Wohnung überzugreifen.

Die Feuerwehr Dresden wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern ein gesundes und glückliches neues Jahr. Am Neujahrstag zieht die Feuerwehr eine Bilanz zu einer einsatzreichen, insgesamt jedoch friedlichen Silvesternacht. Wie erwartet verzeichneten Rettungsdienst, Berufsfeuerwehr und die 21 Stadtteilfeuerwehren ein hohes Einsatzaufkommen. Besonders positiv aus Sicht der Feuerwehr: Bis heute wurden keine Angriffe auf Einsatzkräfte bekannt.

Glätte und Silvester verursachten mehr Notrufe: Über den ganzen Silvestertag gab es vor allem Hilfeleistungseinsätze. Am frühen Nachmittag setzte Schneefall ein, der zu Glätte führte. Die Integrierte Regionalleitstelle registrierte im Leitstellenbereich Dresden und der umliegenden Landkreise 22 Notrufe wegen Verkehrsunfällen und Sturzverletzungen infolge der Glätte. Acht dieser Einsätze entfielen auf das Stadtgebiet Dresden. So kam es gegen 12:29 Uhr zu einem Verkehrsunfall im Autobahntunnel Altfranken auf der Autobahn 17. Ein Sattelzug kollidierte mit der Tunnelwand. Der Fahrer blieb unverletzt, der Unfall führte jedoch zu Staubildung. Mit Einbruch der Dunkelheit stiegen die Notrufzahlen weiter an und erreichten kurz nach Mitternacht ihren Höhepunkt. Im gesamten Leitstellenbereich wurden über 100 Brandeinsätze sowie rund 50 Einsätze der Notfallrettung registriert, die im Zusammenhang mit der Silvesternacht standen.

32 Rettungseinsätze mit Bezug zur Silvesternacht in Dresden: Die Rettungsdienste in der Landeshauptstadt stiegen im Vergleich zum Vorjahr um rund zehn Prozent auf insgesamt 309 Einsätze. In 89 Fällen war der Einsatz eines Notarztes erforderlich. 32 Einsätze standen im direkten Zusammenhang mit der Silvesternacht. Die Verletzungsmuster reichten von Alkoholvergiftungen über Verbrennungen an Händen, Armen, Beinen und im Gesicht durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern bis hin zu Verletzungen durch Gewalteinwirkung.

53 Brandeinsätze mit Bezug zur Silvesternacht in Dresden: Die Feuerwehr Dresden rückte in den vergangenen 24 Stunden zu insgesamt 68 Brandeinsätzen aus. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von rund 35 Prozent. Davon waren rund 53 Einsätze unmittelbar der Silvesternacht zuzuordnen. Die Einsätze konzentrierten sich insbesondere auf den Zeitraum zwischen 00:00 Uhr und 04:00 Uhr. In dieser Phase mussten zahlreiche Einsatzstellen parallel abgearbeitet werden, wodurch viele Einsatzfahrzeuge zeitgleich gebunden waren. Den Schwerpunkt bildeten Brände von Müllcontainern und Abfallbehältern sowie von nicht vollständig abgebrannten Feuerwerkskörpern. Der umfangreichste Einsatz ereignete sich gegen 02:56 Uhr auf der Tittmannstraße im Stadtteil Striesen. Auf dem Balkon einer Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses war ein Brand ausgebrochen, der sich auf die Wohnung ausweitete und auf die darüberliegende Wohnung überzugreifen drohte. Nachbarn retteten die beiden Bewohner aus der stark verrauchten Wohnung. Die Einsatzkräfte trafen die Personen im Treppenraum an und übergaben sie dem Rettungsdienst. Der 63-jährige Mieter und seine 56-jährige Partnerin wurden notärztlich versorgt und mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus transportiert. Die betroffene Wohnung ist nicht mehr bewohnbar. Aufgrund der starken Rauchentwicklung mussten weitere Bewohner des Hauses vorsorglich evakuiert werden. Sie wurden vorübergehend in einem Bus der Dresdner Verkehrsbetriebe betreut und konnten nach Abschluss der Einsatzmaßnahmen in ihre Wohnungen zurückkehren. Der Brand wurde mit zwei Strahlrohren gelöscht und auf die Brandwohnung begrenzt. Im Einsatz waren rund 60 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Altstadt, Übigau und Striesen, der Stadtteilfeuerwehr Niedersedlitz sowie des Technischen Hilfswerks.

Unterstützung durch das Technische Hilfswerk: In bewährter Weise unterstützte die Ortsgruppe Dresden des Technischen Hilfswerks die Feuerwehr Dresden. Das THW übernahm unter anderem die Absicherung von Einsatzstellen, technische Hilfeleistungen sowie die Sicherstellung der Löschwasserversorgung. Insbesondere beim Einsatz auf der Tittmannstraße leisteten die Helferinnen und Helfer wertvolle Unterstützung, vor allem bei der Betreuung der evakuierten Bewohner.

Dank an alle Einsatzkräfte: Ein besonderer Dank gilt allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften, die in der vergangenen Nacht unermüdlich im Einsatz waren. Auch am Neujahrstag sind die Teams weiterhin im gesamten Stadtgebiet unterwegs, um brennende Müllcontainer zu löschen. Wir rechnen damit, dass es in den kommenden 24 Stunden zu weiteren Brandeinsätzen kommen wird.