Die Silvesternacht im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden verlief überwiegend friedlich und feierlich. Die Polizei war mit verstärkten Kräften im Einsatz, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten und frühzeitig auf Störungen reagieren zu können. Der Schwerpunkt des Einsatzgeschehens lag auf Bränden sowie vereinzelt auf Ruhestörungen, Streitigkeiten und dem Umgang mit Feuerwerkskörpern und Schreckschusswaffen.
Gegen 02:00 Uhr kam es in der Straße Hohes Feld in Hameln zu einem Brand auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses. Das Holzmobiliar auf dem Balkon geriet durch einen fehlgeleiteten Feuerwerkskörper in Brand und griff auf die Wohnung über. Die 50-jährige Bewohnerin konnte die Wohnung eigenständig verlassen und blieb unverletzt. Die Feuerwehr löschte den Brand. Die brandbetroffene Wohnung ist vorerst nicht bewohnbar. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 40.000 Euro. Die Polizei hat weitere Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Gegen 02:40 Uhr kam es in der Morgensternstraße in Hameln zum Brand eines Müllcontainers. Nach bisherigen polizeilichen Erkenntnissen geriet dieser aufgrund eines nicht ordnungsgemäß entsorgten Feuerwerkskörpers in Vollbrand. Durch die Hitzeeinwirkung wurden ein weiterer Müllcontainer, eine angrenzende Hauswand sowie ein geparkter Pkw beschädigt. Der Brand wurde durch Kräfte der Feuerwehr gelöscht. Ein Übergreifen des Feuers auf das Gebäude und den Pkw konnte verhindert werden. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.
Darüber hinaus kam es im Verlauf der Nacht zu weiteren Kleinbränden, unter anderem an Mülltonnen sowie Bäumen und Hecken. Diese konnten durch die örtlichen Feuerwehren sowie durch polizeiliche Einsatzkräfte gelöscht werden. Auch in diesen Fällen besteht der Verdacht des unsachgemäßen Umgangs mit Feuerwerkskörpern; Ermittlungen wurden aufgenommen.
Trotz dieser Ereignisse zieht der Leiter der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden, Matthias Kinzel, eine positive Bilanz des Silvestereinsatzes. Er hob hervor, dass eine frühzeitige Einsatzvorbereitung, erhöhte Präsenz und die enge Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt, den Feuerwehren und den Rettungsdiensten es ermöglicht hätten, schnell zu reagieren und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Sein Dank gilt allen Einsatzkräften sowie den Menschen in den beiden Landkreisen, die umsichtig und rücksichtsvoll ins neue Jahr gefeiert haben.